Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Kaum Neues im NSU-Untersuchungsausschusses - Meyer-Plath vernommen
Region Mitteldeutschland Kaum Neues im NSU-Untersuchungsausschusses - Meyer-Plath vernommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 11.12.2017
Gordian Meyer-Plath Quelle: dpa

Die Vernehmung des Präsidenten des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages hat keine größeren neuen Erkenntnisse gebracht. Gordian Meyer-Plath wurde am Montag von den Abgeordneten vor allem zu seiner früheren Tätigkeit für das brandenburgische Landesamt für Verfassungsschutz befragt, in deren Rahmen er auch zu den Führern des umstrittenen V-Mannes „Piatto“ zählte.

Dieser hatte Hinweise zum Umfeld des abgetauchten NSU-Trios Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt geliefert. Die Rechtsterroristen sollen später neun Migranten und eine Polizistin ermordet haben.

Meyer-Plath bezog sich in seinen Angaben mehrfach auf Aussagen, die er bereits vor anderen Untersuchungsausschüssen gemacht hatte, so auch vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages. „Nur gut, dass ich diese Aussagen kenne, ansonsten hätte ich es schwer gehabt, den Aussagen zu folgen“, sagte die stellvertretende Ausschussvorsitzende Kerstin Köditz (Linke), die die knapp zweistündige Vernehmung am Montag über weite Strecken allein führte.

Der sächsische Verfassungsschutz, dessen Leitung er im Sommer 2012 übernahm, habe nichts über den Aufenthalt des NSU-Trios im Freistaat gewusst, sagte Meyer-Plath. „Es gibt keinen konkreten Anhaltspunkt dafür, dass dieses Wissen vorhanden war.“ Vielmehr spreche alles dagegen. Das aus Thüringen stammende Trio hatte vor seinem Auffliegen Ende 2011 in Chemnitz und zuletzt über Jahre in Zwickau gelebt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Terror-Prozess gegen die rechtsextreme „Gruppe Freital“ könnten die Plädoyers noch in diesem Jahr beginnen. Das Oberlandesgericht Dresden sagte am Montag die drei für diese Woche geplanten Verhandlungstermine ab.

11.12.2017

Wenn es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Menschen in der Bundesrepublik geht, steht kein Bundesland so schlecht da wie Sachsen. Das ergab eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Ganz hinten landet Dresden.

11.12.2017

Am Ende macht sich fast schon so etwas wie Weihestimmung breit. Vorn, auf dem Podium, steht Michael Kretschmer, erleichtert und sichtlich gerührt, im Saal gibt es begeisterten Applaus und den einen oder anderen Jubelruf. Eben ist der 42-Jährige zum neuen CDU-Landeschef in Sachsen gewählt worden – mit eindrucksvollen 90 Prozent der Delegiertenstimmen

11.12.2017