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Mitteldeutschland Kaufinteressent: Mifa soll bei Rettung ins alte Werk zurückziehen
Region Mitteldeutschland Kaufinteressent: Mifa soll bei Rettung ins alte Werk zurückziehen
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14:39 03.07.2017
Fertige Laufräder stehen am 16.02.2017 in der Produktionshalle des insolventen Fahrradherstellers MIFA in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild
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Der insolvente Fahrradhersteller Mifa soll im Fall einer Rettung in die alten Werkshallen in Sangerhausen zurückziehen. Das kündigte der potenzielle Käufer und aktuell letzte Bieter, der Unternehmer Stefan Zubcic, am Montag an. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass es einen neuen Bieter für den traditionsreichen Betrieb aus dem Süden Sachsen-Anhalts gibt.

Am Montag gab dann Insolvenzverwalter Lucas Flöther erstmals bekannt, um wen es sich handelt. Zubcic ist ein Manager und Unternehmer aus Coburg. Er hatte vor drei Jahren bereits Teile des insolventen Herstellers des DDR-Kultautos „Trabi“, Sachsenring aus Zwickau, gerettet.

Mit der Sachsenring-Gruppe will Zubcic jetzt bei Mifa einsteigen. Die Verhandlungen sind Flöther zufolge weit fortgeschritten. In den kommenden Wochen seien jedoch noch einige Details zu klären. Mifa hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal binnen zweieinhalb Jahren Insolvenz angemeldet. Seitdem sucht Flöther einen Investor. Eine Sanierung in Eigenregie scheiterten, Alt-Eigentümer Heinrich von Nathusius und die bayerische Unternehmerfamilie Puello kamen zunächst nicht zum Zug.

Die Mifa-Belegschaft wurde seither von mehr als 500 auf 130 Beschäftigte verkleinert, es wird aber weiter produziert. Ein Aus konnte trotz eines Ultimatums der Gläubiger, bis zum 30. Juni eine Lösung zu präsentieren, wegen der neuerlich laufenden Verhandlungen zunächst abgewendet werden.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass es möglich ist, die Mifa wieder profitabel zu bekommen“, sagte Zubcic. Allerdings müsse der Fahrradhersteller dafür „gesundschrumpfen“, am Preis-Leistungs-Verhältnis und an der Liefer-Performance arbeiten. Beim Personal sei das Schrumpfen bereits vollzogen, alle verbliebenen 130 Mitarbeiter sollten übernommen werden. „Wenn uns dann noch die bisherigen Schlüsselkunden wieder die Treue halten, steht einem Neustart der Mifa nichts im Weg.“ Der Unternehmer war im August 2014 bei Sachsenring eingestiegen und hatte den Teil Karosseriebau mit 26 Mitarbeiterin in Zwickau vor der Pleite bewahrt.

dpa

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