Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Integrationsministerin befürwortet Wohnsitzauflage für Flüchtlinge
Region Mitteldeutschland Integrationsministerin befürwortet Wohnsitzauflage für Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:35 04.07.2017
Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) befürwortet eine einjährige Wohnsitzauflage für Flüchtlinge. Quelle: Kempner (Archiv)
Anzeige
Dresden

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) befürwortet eine einjährige Wohnsitzauflage für Flüchtlinge. Sie sei wichtig für eine gleichmäßige Verteilung Betroffener im Freistaat, sagte die Ministerin am Dienstag in Dresden. Auch gegen einen längeren Zeitraum sperre sie sich nicht. Im September soll darüber mit den Landräten beraten werden. Die Auflage ist für Flüchtlinge gedacht, die bereits anerkannt sind und Sozialleistungen beziehen.

Seit 2016 können die Bundesländer festlegen, ob Betroffene nur in einer ihnen zugewiesenen kreisfreien Stadt oder einem Landkreis ihren Wohnsitz nehmen dürfen. Ziel der Regelung ist es, massenhafte Abwanderungen in die großen Städte zu vermeiden.

Köpping forderte eine rasche Regelung für junge Flüchtlinge, die das 18. LebeNsjahr vollendet haben und deshalb keine „Beschulung“ erhalten. Dabei würden die Berufsschulen über entsprechende Kapazitäten verfügen. Laut Köpping sind etwa 3500 bis 5000 junge Menschen betroffen. Es sei ein Irrtum zu glauben, Sprachkurse könnten schulische Defizite ausgleichen. „Wir machen Sprachkurse, keine Bildungskurse.“ Entsprechende Angebote seien auch für die Motivation Betroffener wichtig. Ihnen sei klar, dass sie ohne einen Abschluss auf dem deutschen Arbeitsmarkt keine Chance hätten.

Köpping zog am Dienstag Bilanz zur Arbeit ihres Hauses, das neben Integration für Gleichstellung und Demokratieförderung zuständig ist. Noch 2017 soll ein modernes Gleichstellungsgesetz vorgelegt werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Deutlich weniger Flüchtlinge und Asylbewerber sind in den ersten fünf Monaten des Jahres freiwillig von Sachsen aus in ihre Heimat zurückgekehrt als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums waren es von Januar bis Mai dieses Jahres knapp 600 Menschen.

04.07.2017

Wenn am 12. Juli der letzte Schwimmer der Elbschwimmstaffel in Geesthacht durchs Ziel schwimmt, bereitet Joseph Heß sich auf sein großes Abenteuer vor. Der Chemnitzer will im August den deutschen Teil der Elbe im Alleingang bezwingen.

04.07.2017

Für Beschäftigte im Einzelhandel ist in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kein neuer Tarifvertrag in Sicht. Die Verhandlungen am Montag blieben ergebnislos.

03.07.2017
Anzeige