Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland In Sachsen entstehen 25 900 neue Jobs
Region Mitteldeutschland In Sachsen entstehen 25 900 neue Jobs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 28.09.2018
Die Forscher des IAB in Nürnberg, das zur Bundesagentur für Arbeit gehört, rechnen auch im kommenden Jahr für Sachsen mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Quelle: dpa
Leipzig

Der Arbeitsmarkt in Sachsen zeigt sich in bester Verfassung. Das wird auch 2019 so bleiben. Davon gehen jedenfalls die Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in ihrer Herbstprognose aus. Sachsensweit entstehen demnach im kommenden Jahr 25 900 neue Jobs, so die Vorhersage. In Thüringen und Sachsen-Anhalt sieht es nicht ganz so gut aus. Zunehmend mache sich bemerkbar, dass in einigen Bereichen Fachkräfte fehlen.

Im Jahresdurchschnitt dürften in Sachsen dann knapp 1,638 Millionen Frauen und Männer einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen – ein Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber diesem Jahr. Zugleich sinkt die Arbeitslosenzahl weiter: Die IAB-Forscher rechnen mit einem Rückgang um 8000 auf 117 800 Erwerbslose.

Für Thüringen rechnen die Forscher mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt um 9500, in Sachsen-Anhalt um 7200. Die Zahl der Beschäftigten steigt um 1,2 beziehungsweise 0,9 Prozent.

Gründe seien die stabile Konjunktur und die demografische Entwicklung, schätzt Reinhilde Willems, Vizechefin des Landesarbeitsamtes in Sachsen, ein. Die Fachkräftesicherung werde immer wichtiger. Betriebe seien gut beraten, in die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze zu investieren. Die Agentur wolle Unterstützung geben, etwa durch Zuschüsse für die Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten. Die IAB-Experten raten zudem, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben und Geflüchtete auszubilden. Eine große Herausforderung bleibe die Langzeitarbeitslosigkeit. Auch dagegen gehe man in Sachsen an. „Wir wollen“, so Willems, „schwer vermittelbaren Menschen mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglichen.“

Die einzelnen sächsischen Regionen entwickeln sich positiv, wenn auch unterschiedlich. So gibt es voraussichtlich die stärksten Beschäftigungsanstiege in den Agenturbezirken Leipzig (plus 2,4 Prozent), Dresden (plus 2,3) und Pirna (plus 1,8). Am deutlichsten geht die Arbeitslosigkeit in Annaberg-Buchholz (minus 9,5 Prozent), Plauen (minus 8,3) und Leipzig mit minus 7,9 Prozent zurück. Die Messestadt hat damit im bundesweiten Vergleich aller 156 Arbeitsagenturbezirke den elftstärksten Beschäftigungsanstieg und Annaberg-Buchholz den zweitkräftigsten Rückgang der Erwerbslosigkeit.

„In der Vergangenheit traten die Prognosen der IAB-Forscher zumeist auch so ein“, sagt Frank Vollgold von der Landesarbeitsagentur in Chemnitz. „Oft waren sie sogar noch etwas zu pessimistisch.“ In den vergangenen drei Jahren hätten sich die Forscher bei der Vorhersage des Anstiegs der Beschäftigung um zwei Prozent nach unten verschätzt, beim Rückgang der Arbeitslosigkeit rund vier Prozent nach oben.

Wegen der saisonalen Herbstbelebung in der Wirtschaft ist die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen in diesem September erneut gesunken. Aktuell seien 119 000 Menschen ohne Job. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren das 11 600 weniger. Die Arbeitslosenquote sank in dem Zeitraum von 6,2 Prozent auf 5,6 Prozent. Damit erreichte sie in diesem September ein Rekordtief.

Von Andreas Dunte

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsen will mehr Tempo bei der Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken sowie mehr Güterverkehr auf der Schiene. Bis Ende des Jahres werde geprüft, welche Strecken für die weitere Elektrifizierung infrage kämen, sagte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD).

27.09.2018

Der mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung verbundene Strukturwandel muss nach Ansicht von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einem Bundesgesetz geregelt werden. Denn der Ausstieg werde Jahrzehnte dauern, sagte er.

27.09.2018

Die Staatskanzlei hat die Effizienz von Planungs- und Genehmigungsverfahren in Sachsen ins Visier genommen. Es sei eine Kommission ins Leben gerufen worden, die sich die Abläufe etwa beim Radwege- und Straßenbau genauer anschauen solle, teilte die Staatskanzlei mit.

27.09.2018