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In Sachsen arbeiten die meisten Frauen

Statistik In Sachsen arbeiten die meisten Frauen

In Sachsen haben besonders viele Frauen einen Job. 61,1 Prozent aller im Freistaat lebenden erwerbsfähigen Frauen gingen im Vorjahr einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, teilte die Landesarbeitsagentur mit.

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Quelle: dpa

Leipzig.  In Sachsen haben besonders viele Frauen einen Job. 61,1 Prozent aller im Freistaat lebenden erwerbsfähigen Frauen gingen im Vorjahr einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, teilte die Landesarbeitsagentur mit. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre und Spitze in Deutschland. Es folgen Thüringen (60 Prozent), Brandenburg (59,6) und Mecklenburg-Vorpommern (58,8 Prozent). Der bundesweite Schnitt beträgt 53,4 Prozent. In Sachsen sind Frauen schon immer stark berufstätig, so Landesagenturchef Klaus Schuberth. Die hohe Quote führt er auf die positive Arbeitsmarktentwicklung zurück, durch die sich letztlich auch die Jobchancen für Frauen verbessert haben.

Bundesweit gibt es zwischen den Geschlechtern ein großes Lohngefälle. So verdienen Frauen hierzulande im Schnitt brutto 21,6 Prozent weniger als Männer. Die Lohnlücke ist so groß wie in kaum einem anderen Land in Europa. Nur in Estland (28,3 Prozent) und Österreich (22,9 Prozent) ist der Abstand noch größer. Das geht aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor.

Der große Lohnunterschied in Deutschland ist laut Experten unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen verstärkt teilzeitbeschäftigt sind. So sind von den Teilzeitbeschäftigten mit bis zu 20 Wochenstunden über 85 Prozent Frauen. 77 Prozent aller Minijobs werden von Frauen verrichtet.

In Sachsen arbeiten 45,51 Prozent der Frauen in Teilzeit. Bei Männern sind es nur 10,41 Prozent. Zurückzuführen sei das auf die immer flexibler werdenden Beschäftigungsverhältnisse, so Landesarbeitsagenturchef Schuberth. Frauen würden sich meist wegen der Betreuung von Kindern oder anderen familiären Verpflichtungen für eine Teilzeitbeschäftigung entscheiden“, so Schuberth. Auch wenn man die Bezahlung bei formal gleicher Qualifikation und Tätigkeit betrachtet, schneiden Frauen schlechter ab – allerdings bei Weitem nicht so stark. Der Abstand beträgt laut Statistischem Bundesamt sieben Prozent.

Eine Untersuchung des Personaldienstleisters Manpower kommt zu einer weit größeren Kluft. Demnach verdienen vollbeschäftigte Frauen in Deutschland durchschnittlich 32 679 Euro brutto, Männer hingegen 49 431 Euro. Macht eine Differenz von einem Drittel. Das Gehalt sei Ausdruck der Wertschätzung eines Unternehmens und Motivationsfaktor, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. „In Zeiten des Fachkräftemangels sollten Firmen ein Eigeninteresse daran haben, Frauen als Talente zu gewinnen und zu binden – ein leistungsgerechtes Gehalt ist dafür ein Schlüsselfaktor“, so Brune.

Von Andreas Dunte

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