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Mitteldeutschland Illegal abgelagerter Müll kostet über eine Million Euro
Region Mitteldeutschland Illegal abgelagerter Müll kostet über eine Million Euro
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09:35 03.08.2016
Illegal abgelagerter Müll kostet über eine Million Euro Quelle: dpa
Dresden

Die Entsorgung illegal abgelagerten Mülls hat im vergangenen Jahr in Sachsen Kosten in Höhe 1,04 Million Euro verursacht. Das geht aus noch vorläufigen Zahlen zur Siedlungsabfallbilanz 2015 des Umweltministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Demnach wurden landesweit knapp 3700 Tonnen Restabfälle und Sperrmüll von den örtlichen Entsorgern eingesammelt. Außerdem 415 Tonnen Grünabfälle, knapp 200 Tonnen Elektroschrott, 272 Tonnen Reifen, 2 Tonnen Autobatterien sowie 438 Tonnen sonstige Abfälle. Auch 238 illegal abgestellte Autowracks wurden gezählt. Gut drei Viertel der Besitzer konnten jedoch ermittelt und zur Kasse gebeten werden.

Die Zahlen liegen in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Vergleiche sind aber nur schwer zu ziehen, da die Daten zum einen noch vorläufig sind und Einsammelaktionen etwa unter freiwilliger Beteiligung der Bürger nicht immer statistisch erfasst werden. Außerdem wird ein Teil des illegalen Mülls auch auf den regulären Touren der Müllabfuhr mit eingesammelt und deshalb nicht berücksichtigt. Die endgültige Siedlungsabfallbilanz soll im vierten Quartal des Jahres veröffentlicht werden.

„Illegale Abfallentsorgung kostet Sachsens Kommunen Jahr für Jahr eine runde Million Euro“, konstatierte Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) schon jetzt. Er ärgere sich aber nicht nur über die Kosten. „Restmüll im Straßengraben, Grünabfälle, alte Reifen, Kühlschränke oder Autobatterien im Wald - wer so handelt ist egoistisch und schadet der Umwelt.“

Für das umweltgerechte Entsorgen des illegalen Mülls wurden 2015 sachsenweit rund 106 000 Euro mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Die höchsten Ausgaben fielen mit knapp 191 000 Euro oder 59 Cent pro Einwohner im Kreis Zwickau an, die niedrigsten mit 21 768 Euro oder 9 Cent pro Einwohner im Vogtlandkreis.

Den Umweltsündern drohen empfindliche Strafen. So müssen beispielsweise für ein „wild entsorgtes“ Autowrack bis zu 2500 Euro Bußgeld gezahlt werden. Für eine Kofferraumladung Gartenabfälle werden bis zu 50 Euro fällig. Fünf Kubikmeter Bauschutt schlagen dagegen schon mit bis zu 20 000 Euro zu Buche.

dpa

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