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Ifo-Institut: Mindestlohn größere Reichweite als erwartet

Studie Ifo-Institut: Mindestlohn größere Reichweite als erwartet

Der Mindestlohn hat nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts eine größere Reichweite als erwartet. Viele Unternehmen hätten den Lohnabstand zwischen Hoch- und Geringqualifizierten nach Einführung des Mindestlohns beibehalten.

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Quelle: dpa

Dresden. Der Mindestlohn hat nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts eine größere Reichweite als erwartet. Viele Unternehmen hätten den Lohnabstand zwischen Hoch- und Geringqualifizierten nach Einführung des Mindestlohns beibehalten, teilte das Ifo-Institut am Dienstag mit. Allein in Sachsen gab in einer Umfrage jeder dritte vom Mindestlohn betroffene Betrieb an, auch Löhne oberhalb von 8,50 Euro angehoben zu haben. „Der Kostendruck auf die Unternehmen dürfte demnach höher sein, als bislang in den maßgeblichen Schätzungen berücksichtigt wurde“, so Arbeitsmarktforscher Michael Weber.

Den Angaben zufolge haben 13 Prozent der ostdeutschen und 17 Prozent der westdeutschen Unternehmen die eigene Betroffenheit vom Mindestlohn unterschätzt.

Unternehmen hätten darauf reagiert und Preise erhöht, Sonderzahlungen gestrichen oder die Arbeitszeit der Beschäftigten gekürzt. Dass es bisher keinen massiven Stellenabbau gab, ist laut Ifo-Institut vor allem der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt zu verdanken - und den „Anpassungsreaktionen“ der Unternehmen.

dpa

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