Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Ifo-Experte: West-Niedriglohnbezieher bei Rente benachteiligt
Region Mitteldeutschland Ifo-Experte: West-Niedriglohnbezieher bei Rente benachteiligt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:19 03.04.2017
In der Diskussion um die Ost-West-Rentenangleichung sieht der Vize-Chef des Dresdner Ifo-Instituts, Joachim Ragnitz, keine Benachteiligung der ostdeutschen Arbeitnehmer. Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

In der Diskussion um die Ost-West-Rentenangleichung sieht der Vize-Chef des Dresdner Ifo-Instituts, Joachim Ragnitz, keine Benachteiligung der ostdeutschen Arbeitnehmer. Benachteiligt würden eher die westdeutschen Niedriglohnbezieher, weil deren Beiträge nicht höher gewertet würden, sagte Ragnitz in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung".

Derzeit liege das Durchschnittsentgeld Ost rund zwölf Prozent unter Westniveau. Wegen der Arbeitskräfteknappheit sei in den nächsten Jahren im Osten mit stark steigenden Löhnen zu rechnen. Das werde dazu führen, dass die Lohnangleichung «bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts» vermutlich geschafft sei, sagte Ragnitz. «Insoweit ist die ganze Debatte um die Beibehaltung des Hochwertungsfaktors für die Ost-Beitragszahler ohnehin überflüssig.»

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Ost-Renten bis 2025 schrittweise an das Westniveau anzugleichen. Die Höherbewertung der ostdeutschen Einkommen soll zugleich wegfallen. Das hatte Protest hervorgerufen. Einige Ost-Länder hatten zudem eine raschere Ost-West-Rentenangleichung gefordert, waren damit jedoch vorigen Freitag im Bundesrat gescheitert.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im vergangenen Jahr haben die Sozialgerichte in Sachsen bei Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide der Jobcenter in 44,6 Prozent aller Fälle teilweise oder vollständig den Klägern Recht gegeben. Damit hatte fast jede zweite Klage Erfolg. Bundesweit waren es bis Ende September 44 Prozent, ein Jahr davor noch 40 Prozent.

03.04.2017

Es kam einer Drohung gleich, was Frauke Petry nach dem Parteitag der sächsischen AfD verbreitet hatte. Sie sprach unter der Woche davon, dass ihre vier Politikjahre aufreibend gewesen und keineswegs alternativlos seien. Zu Beginn zähmte das auch die Fortsetzung des Parteitages. doch die Harmonie hielt nicht mal bis zum Nachmittag.

03.04.2017

Die Linken wollen sich nach Angaben ihres sächsischen Parteichefs Rico Gebhardt wieder stärker um ostdeutsche Belange kümmern. Der 53 Jahre alte Politiker reagierte damit auch auf Umfragen, wonach ein beträchtlicher Teil der jüngeren Generation im Osten 26 Jahre nach der deutschen Einheit noch immer Benachteiligung fühlt - im Lohngefüge genauso wie bei Renten, Vermögen und Eigentum.

03.04.2017
Anzeige