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INSM-Studie: Sachsen erreicht Spitzenplatz bei Bildung

Gute Förderinfrastruktur und Schulqualität INSM-Studie: Sachsen erreicht Spitzenplatz bei Bildung

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat Sachsen das beste Bildungssystem Deutschlands. Der Freistaat konnte in dem Vergleich bereits zum zwölften Mal in Folge den Spitzenplatz erringen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Dresden. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat Sachsen das beste Bildungssystem Deutschlands. Der Freistaat konnte in dem Vergleich bereits zum zwölften Mal in Folge den Spitzenplatz erringen.

Die Studie bewertet anhand von zwölf Handlungsfeldern und 93 Indikatoren die Qualität der Bildung in den Bundesländern. Sachsen konnte vor allem in den Bereichen Förderinfrastruktur, Schulqualität und Vermeidung von Bildungsarmut punkten und erreichten hier die besten Ergebnisse in Deutschland. Klare Defizite gibt es bei der hohen Zahl von Schülern, die in Sachsen die Schule ohne Abschluss verlassen. Auch sind Sachsens Lehrer im Schnitt zu alt. Nur in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sei die Altersstruktur der Lehrer schlechter.

Kultusministerin Brunhild Kurth zeigte sich am Donnerstag erfreut über das gute Abschneiden des Freistaates: „Die Studie belegt, dass Sachsen nicht nur über eines der  leistungsfähigsten, sondern auch sozial gerechtesten Schulsysteme in Deutschland verfügt. In Zeiten eines tiefgreifenden Generationswechsels in den Lehrerzimmern ist dieser Erfolg nicht selbstverständlich und nicht zuletzt auch der sehr guten Arbeit der Lehrerinnen und Lehrern zu verdanken“, sagte die Kultusministerin.

Die Lehrerverbände forderten in Reaktion auf das gute Abschneiden Sachsens in der Studie größere Anstrengungen vom Freistaat, um im Wettbewerb um gut ausgebildete Lehrer bestehen und so die Spitzenposition verteidigen zu können. „Der Freistaat verliert im Wettbewerb um den Lehrernachwuchs zunehmend seine Konkurrenzfähigkeit. Höhere Einstiegsgehälter in den ersten zweieinhalb Dienstjahren genügen nicht. Der Lehrerberuf muss generell aufgewertet werden. Dazu zählen zweifelsfrei Aufstiegsmöglichkeiten in höhere Gehaltsgruppen. Damit werden Leistungen anerkannt und positive Signale an potentielle Bewerber gesendet“, sagt Jens Weichelt. Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes. Mehr als die Hälfte der 1400 zum neuen Schuljahr neu in Sachsen eingestellten Lehrer waren Seiteneinsteiger.

Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag wies darauf hin, dass die Studie weder Sachsen noch anderen Bundesländern eine Verbeserung der Situation attestiert. "Stillstand ist angesichts der Herausforderungen des Bildungssystems Gift. Hauptkritikpunkt bleibt die hohe Zahl der sächsischen Schülerinnen und Schüler, die ohne Abschluss die Schule verlassen. Die Antwort auf die Frage, wie schulische Integration und Inklusion erfolgreich gestaltet werden können, bleibt das Kultusministerium auch in diesem Jahr schuldig. Insofern dürfen die guten Ergebnisse insgesamt nicht zur Vernachlässigung der bestehenden Defizite führen", sagte Zais.

hh

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