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Hintergrund: König Johann von Sachsen

Hintergrund: König Johann von Sachsen

König Johann von Sachsen (1801-1873) kam nach dem Tod seines Bruders 1854 auf den Thron und regierte bis 1873. Der Sprachwissenschaftler und Jurist war der erste mit der Verwaltung vertraute Herrscher.

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Das Standild von Köng Johann vor der Semperoper wird gereinigt.

Quelle: dpa

Er arbeitete an der neuen Verfassung mit, die das Land 1831 zum konstitutionellen Staat machte und nutzte sie für Reformen in Bildungswesen und Rechtsprechung.

Der Aristokrat mit bürgerlichen Interessen, Philosoph und Poet wirkte auch für ein wachsendes Bewusstsein für die Werte der Kultur, war Wegbereiter der Denkmalpflege. Leben und Wirken begleiteten Namenszusätze wie der „Gerechte“ und „Wahrhafte“, „Dichterkönig“, „Friedensfürst“ und „Ritter im Geiste“. Beim Ringen um staatliche Einheit wurde er von Fürstenkollegen als „Jurist unter den Königen und König unter den Juristen“ hoch geschätzt.

Schon als Prinz hatte Johann zu Dante geforscht und 1833 bis 1848 eine Übersetzung der „Göttlichen Komödie“ veröffentlicht - unter dem Pseudonym Philalethes (Wahrheitsfreund). 1825/26 gründete er einen literarischen Kreis, aus dem die „Accademia Dantesca“ hervorging. Auch die 1865 gegründete Deutsche Dantegesellschaft stand unter seinem Protektorat.

dpa

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