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Mitteldeutschland „Happy Birthday, With Full Force“
Region Mitteldeutschland „Happy Birthday, With Full Force“
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18:25 15.06.2018
With Full Force 2017, Ferropolis. Quelle: susanne richter
Gräfenhainichen

Das With Full Force ist gerade mal ein paar Stunden jung, da erzittert das Hardbowl-Zelt schon zum vierten Mal unter einem tausendfach gesungenem „Happy Birthday, With Full Force“.

Andreas Dörner, Frontmann der deutschen Metalcore-Speerspitze Caliban, gibt den Vorsänger für ein Ständchen, das dem Anlass entsprechend gewaltig ausfällt. Ostdeutschlands größtes Festival für nahezu jede Spielart von Stromgitarrenmusik, von Hard- und Metalcore über Punk und Rap-Rock bis zu extremen Auswüchsen in Form von Black und Death Metal, feiert sein 25-Jähriges - und 17.000 Besucher wollen dabei sein.

Beginn in Werdau

Was 1994 mit einem Tagesfestival im beschaulichen Werdau begann, hat sich über die Stationen Zwickau und vor allem Roitzschjora einen beachtlichen Legendenstatus erarbeitet. Seit dem vergangenen Jahr findet das With Full Force nun in seiner neuen Heimat Ferropolis, in der Stadt aus Eisen bei Gräfenhainichen, statt. Viele Fans sind mitgezogen, doch nicht alle, wie die Zeltplätze und manchmal lichten Reihen vor den drei Bühnen zeigen. „Die Konkurrenz ist in den Jahren größer geworden, vor allem kleinere Festivals schießen wie Pilze aus dem Boden. Da überlegen sich die Leute drei Mal, wofür sie ihr Geld ausgeben“, sagt Roland „Bogo“ Ritter, Mitbegründer und inzwischen einer der drei Festival-Geschäftsführer.

Feines Line-Up zum Geburtstag

Neben dem Beheben der logistischen Probleme der letztjährigen ersten Ferropolis-Auflage haben sich die Veranstalter zum Geburtstag allerdings nicht lumpen lassen und ein feines Line-Up zusammengebastelt, das quasi permanent zwischen Stammgästen und Neulingen oder Comebackern pendelt. Am ersten offiziellen Festivaltag, dem Donnerstag, treffen diese Prädikate zweifellos auf Bands wie Kataklysm, die am späten Nachmittag Midtempo-Walzen auf die zuckenden schwitzenden Leiber hämmern und die Doublebass schnurren lassen, und auf die bereits erwähnten Caliban um Andreas Dörner, der immer wieder atemlos „Unglaublich, Force, unglaublich“ staunt. Body Count, mit dem Rapper Ice T. am Mikrofon, überraschen groovend, während God Dethroned und Entombed A.D. ihre Auftritte wie ein Treffen mit alten Bekannten zelebrieren. Durch die bis zum Morgengrauen währende Knüppelnacht geleiten schließlich solch ausgewiesene Extreme wie Belphegor oder Necrophobic.

70 Bands auf drei Bühnen

Die Liste der Gratulanten ist zu diesem Jubiläum lang. Insgesamt 70 Bands, die auf drei Bühnen spielen, sind für die drei Tage verpflichtet worden. „Danke dafür, dass ihr so wahnsinnig seid! Auf die nächsten 25 Jahre!“, schreit beispielsweise Winston McCall, Frontmann der Headliner von Parkway Drive, zu Protokoll. Und Maik Weichert, der mit Heaven Shall Burn gerade eine Pause einlegt, wippt am Donnerstag vor der Metal Hammer Bühne zum rollenden Death der Marke Entombed A.D. und bedankt sich bei den Machern: „Das With Full Force hat uns zuerst als Fans und später als Musiker geprägt. Niemals hätten wir uns träumen lassen, dass wir auf der riesigen Bühne, vor der wir als Jugendliche zu unseren Helden durch den Schlamm gesurft sind, einmal als Headliner stehen werden.“ Genau diese Geschichten sind es, für die das With Full Force steht - und für drei Tage ausgelassene Party.

Bis in die Nacht zum Sonntag wird noch ein erlesenes Feld auf den Bühnen in Ferropolis stehen. Am Freitag unter anderem Judas Priest, Hatebreed, Eskimo Callboy, Wolves In The Throne Room, Perkele, Cradle Of Filth und Marduk. Am Sonnabend sind es beispielsweise Apocalyptica, Beatsteaks, Life Of Agony, Emmure, Dool, Mambo Kurt und Soulfly.

Für Kurzentschlossene sind noch Tageskarten (etwa 64 Euro) an den Kassen erhältlich.

Von Andreas Debski

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