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Mitteldeutschland Handel geht mit Zuversicht ins Weihnachtsgeschäft
Region Mitteldeutschland Handel geht mit Zuversicht ins Weihnachtsgeschäft
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10:42 02.12.2017
Der mitteldeutsche Einzelhandel ist in Vorfreude. Quelle: dpa
Dresden/Erfurt

Der mitteldeutsche Einzelhandel ist in Vorfreude. Die Branche rechnet pünktlich vor dem ersten Adventssonntag mit einem guten Weihnachtsgeschäft. „Wir erwarten ein Umsatzplus von drei Prozent“, sagte Gunter Engelmann-Merkel vom Handelsverband Sachsen. Das entspricht Erlösen von gut 4,5 Milliarden Euro. Einer Einschätzung, der sich Knut Bernsen, Geschäftsführer des Handelsverbandes in Thüringen und Sachsen-Anhalt, anschloss. „Wir dürften im Bundestrend liegen.“

Tatsächlich sind die Bundesbürger in bester Konsumlaune. „Wir werden auch 2017 mit vollen Gabentischen rechnen können“, heißt es bei den Nürnberger Marktforschern GfK, die regelmäßig die Verbraucherstimmung erheben. Die Deutschen planten zum Fest erneut einen vergleichsweise hohen Etat für Geschenke ein: Einschließlich Geldpräsenten (3,5 Milliarden Euro) sollen es in diesem Jahr 17,8 Milliarden Euro sein. Das entspricht dem Niveau der beiden Vorjahre.

466 Euro für Geschenke zum Fest

Der Handelsverband Deutschland kalkuliert damit, dass jeder Bundesbürger über zwölf Jahre 466 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben will. Laut den Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young sollen es nur 270 Euro sein. Ein scheinbarer Widerspruch. Die Wirtschaftsprüfer haben in ihre Hochrechnung auch diejenigen mit einbezogen, die noch nicht älter als zwölf sind und schlussfolgerten: „Die Bundesbürger bleiben zu Weihnachten in Kauflaune.“

Nach Angaben der GfK-Marktforscher wollen wie in den Vorjahren neun von zehn Verbrauchern zum Fest etwas verschenken. An der Spitze stehen Bücher, Spielwaren und Bekleidung, aber auch Produkte aus den Bereichen Körperpflege und Kosmetik dürften gefragt sein. 1,84 Milliarden Euro werden in Form von Gutscheinen spendiert, für Spielwaren sind es 1,82 Milliarden Euro.

Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland, führt den Optimismus auf die „gute konjunkturelle Lage“ zurück. Zudem sei ein baldiges Auslaufen der gesamtwirtschaftlichen Dynamik „nicht in Sicht“. Die Niedrigstzinspolitik der Europäischen Zentralbank sorgt zusätzlich dafür, dass das Geld bei den Verbrauchern locker sitzt.

Der Anteil des Internethandels am Weihnachtsgeschäft nimmt dabei weiter zu. „Er erzielt gut ein Viertel seines Jahresumsatzes im November und Dezember“, berichtete Sanktjohanser. Der stationäre Handel komme in diesen beiden Monaten auf knapp 19 Prozent seines gesamten Jahresumsatzes. Die Erlöse liegen dabei in den letzten beiden Monaten des Jahres im Schnitt um 15 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate.

Preisaufschlag auf Pakete

Um die Paketflut zum Weihnachtsfest einzudämmen, plant Hermes Veränderungen. „Wir werden 2018 einen Preiszuschlag für das Weihnachtsgeschäft einführen“, sagte Frank Rausch, Geschäftsführer von Hermes in Deutschland, der „Wirtschaftswoche“. Onlinehändler und Verbraucher sollen dann mehr Geld für von ihnen versendete Pakete zahlen. In Hochzeiten liefern die Paketdienste pro Tag bis zu 15 Millionen Pakete aus. An normalen Tagen ist es die Hälfte.

Von Ulrich Milde

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