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Mitteldeutschland Grüne kritisieren Sanierungsstau an sächsischen Hochschulen
Region Mitteldeutschland Grüne kritisieren Sanierungsstau an sächsischen Hochschulen
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10:37 23.08.2017
Quelle: dpa
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Dresden

Die Grünen kritisieren den Sanierungsstau an sächsischen Hochschulen und verlangen Abhilfe. „Forschung für die Zukunft und hervorragende Lehre können in maroden Gebäuden nicht dauerhaft erfolgreich sein“, beschrieb Grünen-Politikerin Claudia Maicher den Handlungsdruck. Zuvor waren zwei Kleine Anfragen der hochschulpolitischen Sprecherin aus ihrer Sicht nur ausweichend oder gar nicht beantwortet worden. Die Grünen bringen das Thema nun Ende August auf die Tagesordnung im Landtag.

„Was ist dem Freistaat gute Bildungs- und Forschungsinfrastruktur wert?“, fragte Maicher und lieferte die Antwort gleich mit. Seit Jahren klaffe zwischen den gemeldeten Bedarfen und den zur Verfügung gestellten Mitteln eine Lücke in Millionenhöhe. Allein an der Universität Leipzig bestehe laut sächsischem Rechnungshofbericht Sanierungsbedarf in Höhe von 140 Millionen Euro. Die Aussagen der Staatsregierung über den hohen Stellenwert der Bildung würden sich als Sonntagsreden entpuppen.

„Es reicht nicht, rote Bänder an Prestigeobjekten an den Universitäten zu durchschneiden und übereilte Bauabschlussfeiern im Bundestagswahlkampf zu organisieren“, sagte Maicher. Sie sprach dabei persönlich Finanzminister Georg Unland (CDU) an, der für Mittwoch zu einer Feier ins Leipziger Paulinum geladen hatte. „Kontinuierliche Instandhaltung ist angesagt. Die tatsächlichen Bedarfe dürfen nicht länger kleingerechnet und der Öffentlichkeit verschwiegen werden“, erklärte die Grünen-Politikerin.
Ein Antrag der Grünen fordert die Regierung auf, zum Sanierungsbedarf die Karten auf den Tisch zu legen. „Wir fordern ein Konzept und einen Zeitplan, wie der Sanierungsstau aufgelöst werden kann. Ich erwarte, dass Herr Unland dort den Parlamentariern und der Öffentlichkeit Rede und Antwort steht“, betonte Maicher. „Die Verschleierungstaktik der Staatsregierung muss ein Ende haben, damit die Instandhaltung der Bildungsinfrastruktur nicht weiter verschleppt wird.“

dpa

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