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Grüne bemängeln schleppenden Radwegeausbau in Sachsen

Nur 2,2 Kilometer neu gebaut Grüne bemängeln schleppenden Radwegeausbau in Sachsen

Die Grünen im Landtag bemängeln einen schleppenden Radwegeausbau an den Staatsstraßen in Sachsen. Bis August dieses Jahres sei lediglich ein 2,2 Kilometer langer neuer Radweg freigegeben worden, teilte die verkehrspolitische Sprecherin Katja Meier am Dienstag mit.

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Die Grünen im Landtag bemängeln einen schleppenden Radwegeausbau an den Staatsstraßen in Sachsen.

Quelle: ttr

Dresden. Die Grünen im Landtag bemängeln einen schleppenden Radwegeausbau an den Staatsstraßen in Sachsen. Bis August dieses Jahres sei lediglich ein 2,2 Kilometer langer neuer Radweg freigegeben worden, teilte die verkehrspolitische Sprecherin Katja Meier am Dienstag mit. Weitere 8,4 Kilometer sollen bis Ende des Jahres fertig sein. Von einem Aufbruch beim Radverkehr könne keine Rede sein. Bundesweit verfügten 25 Prozent der Staatsstraßen über Radwege. In Sachsen seien es lediglich 10,9 Prozent.

Zwar sei im Landeshaushalt mehr Geld für den Radverkehr eingestellt worden. Die Fördermittel würden jedoch nicht ausgegeben, sondern verfielen zu erheblichen Teilen. 2014 seien es 61 Prozent gewesen, ein Jahr später 69 Prozent und voriges Jahr 64 Prozent. Das sei ein Armutszeugnis, erklärte Meier. Es fehle an Radverkehrsplanern im zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) erklärte, sein Ministerium habe beim Radewegebau durchaus umgesteuert. „Dem Radverkehr wird ein hoher Stellenwert eingeräumt, was viele Jahre in Sachsen leider nicht der Fall war.“ In wenigen Jahren lasse sich nicht aufholen, was sich zuvor an Bedarf angestaut habe.

Zudem würden die notwendigen Planungen immer komplexer und langwieriger. „Einen Radweg zu bauen, ist weder einfacher noch von der Planungszeit her schneller zu bewerkstelligen als der Bau einer Straße“, erklärte Dulig. Derzeit seien an Bundes- und Staatsstraßen 40 Kilometer Radwege im Bau und 367 Kilometer in Planung.

dpa

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