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Mitteldeutschland Grüne: Sachsens CDU-Führung verschläft Braunkohleausstieg
Region Mitteldeutschland Grüne: Sachsens CDU-Führung verschläft Braunkohleausstieg
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12:06 20.10.2017
Gerd Lippold (Grüne), energiepolitischer Sprecher im Landtag. Quelle: Andre Kempner
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Die sächsischen Grünen werfen Ministerpräsident Stanislaw Tillich und dessen designiertem Nachfolger Michael Kretschmer vor, einen fälligen Braunkohleausstieg in der Lausitz zu verschlafen. Die beiden CDU-Politiker hätten in den eigenen Reihen jahrelang Denkblockaden errichtet, sagte Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher im Landtag, laut Pressemitteilung vom Freitag.

„Wer wie Michael Kretschmer bis in jüngste Zeit in Berlin eine "Bestandsgarantie" für die Braunkohle bis mindestens 2050 fordert, der hinkt der aktuellen energie- und klimapolitischen Debatte um Jahre hinterher“, kritisierte Lippold. In der Bundespolitik gehe es längst um konkrete Sachfragen zum Braunkohleausstieg. Die Staatsregierung in Sachsen hingegen laufe „nach langer Denk- und Arbeitsverweigerung“ Gefahr, ihren Einfluss auf die Zukunft der Lausitz zu verlieren.

Am Donnerstag war im brandenburgischen Cottbus ein Strukturwandelkonzept für die Lausitz vorgestellt worden, das Vorschläge für die Zeit nach dem Braunkohleabbau macht. Ein Berliner Thinktank hatte das Papier erarbeitet. Energieexperten fordern darin jährlich 100 Millionen Euro vom Bund für den Strukturwandel.

dpa

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