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Gründerszene in Sachsen zeigt sich dynamisch

Dulig: An der Förderung scheitert kein Start-up Gründerszene in Sachsen zeigt sich dynamisch

Firmengründer in Sachsen haben es bei den Finanzen nicht gerade leicht. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen 30 Millionen Euro privates Kapital als Beteiligung an hiesige Start-ups. In Berlin waren es 1,4 Milliarden Euro.

Firmengründer in Sachsen haben es bei den Finanzen nicht gerade leicht.

Quelle: dpa

Leipzig. Firmengründer in Sachsen haben es bei den Finanzen nicht gerade leicht. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen 30 Millionen Euro privates Kapital als Beteiligung an hiesige Start-ups. In Berlin waren es 1,4 Milliarden Euro. „Dort gibt es schon viel länger ein Netzwerk an Start-ups sowie Firmen und Privatpersonen, die Wagniskapital geben“, sagte gestern auf einer Digitalisierungskonferenz in Leipzig Eric Weber, Chef der von der Handelshochschule getragenen Start-up-Schmiede Spin Lab.

Gleichwohl sei das kein Grund, resignierend die Hände in den Schoß zu legen. „Sachsens Gründerszene entwickelt sich positiv und sehr dynamisch“, meinte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Wer den Sprung in die Selbstständigkeit wage, könne mit finanzieller Unterstützung des Landes rechnen. „An der Förderung scheitert die Gründung jedenfalls nicht.“ Schwieriger sei es bei der dritten oder vierten Finanzierungsrunde, also dann, wenn die kleinen Firmen größer werden wollen und es gilt, dieses Wachstum zu bezahlen. „Da haben wir beim privaten Kapital eben noch Nachholbedarf“, sagte Weber. „Das ist eine große Herausforderung“, stellte auch Dulig fest.

Der Minister betonte, Sachsen biete Start-ups gute Möglichkeiten. Die Digitalisierung sei mehr und mehr ein wichtiger Treiber und eröffne vielfältige Chancen. Von den 14 700 Firmengründungen im Freistaat im vorigen Jahr habe bereits jeder fünfte Betrieb einen digitalen Hintergrund. Angesichts der guten konjunkturellen Lage sei die Zahl der Gründungen rückläufig. „Das deutsche Denken ist das Sicherheitsdenken.“ Ein ordentlich bezahlter Arbeitsplatz als Angestellter ist für viele Menschen interessanter, als das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen. Gleichwohl komme Sachsen im Drei-Jahresdurchschnitt von 2014 bis 2016 auf 147 Gründer je 10 000 Erwerbsfähiger. Dulig: „Das ist der höchste Wert aller Bundesländer.“ Es gelte, diesen Innovationsmotor am Leben zu halten.

Von Ulrich Milde

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