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Gemkow: Raserei gefährdet Sicherheit auf Deutschlands Straßen

Geplante Neuregelung Gemkow: Raserei gefährdet Sicherheit auf Deutschlands Straßen

Illegale Autorennen sind in Sachsen anders als in westlichen Bundesländern noch eher selten. Doch auch der Freistaat unterstützt eine Neuregelung, die solche Tempofahrten unter Strafe stellen soll. Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) hält das für längst überfällig.

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Sebastian Gemkow

Quelle: Archiv

Dresden. Raserei als Freizeitsport und illegale Autorennen sind in Sachsen anders als in westlichen Bundesländern noch eher selten. Doch auch der Freistaat unterstützt eine Neuregelung, die solche Tempofahrten unter Strafe stellen soll. Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) hält die Bestrafung solcher lebensgefährlichen Fahrten für längst überfällig. „Illegale Autorennen, Raserei als Freizeitsport - das sind Phänomene, die die Sicherheit auf Deutschlands Straßen erheblich gefährden“, sagte er vor der Abstimmung über die Neuregelung am Freitag im Bundesrat.

Bisher gelten solche Veranstaltungen als Ordnungswidrigkeit, den Rowdys droht eine Geldbuße von 400 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot wegen „einer verbotenen Form der übermäßigen Straßennutzung“. Nur wenn etwas passiert, geht es strafrechtlich um fahrlässige Tötung oder Körperverletzung.

„Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Bußgelder und Fahrverbote allein nicht ausreichen, um kriminellen Rasern Einhalt zu gebieten“, erklärte Gemkow. Es könne nicht sein, dass es immer erst Unfälle oder gar Tote und Verletzte geben müsse, damit kriminelle Raser aus dem Verkehr gezogen werden könnten.

„Die Sanktionsmöglichkeiten sind bei Tätern, die sich über die Geschwindigkeit ihrer Fahrzeuge definieren, unzureichend“, erklärte ein Sprecher des Justizministeriums. Auch ein Fahrverbot, das per Gesetz auf drei Monate begrenzt sei, schrecke kriminelle Raser nicht ab. Wer in Zukunft ein illegales Autorennen organisiert oder daran teilnimmt, macht sich strabfar, egal ob es einer konkrete Gefahr gibt oder nicht. „Wenn Menschen gefährdet, verletzt oder getötet werden, können es zehn Jahre Freiheitsstrafe werden“, sagte der Ministeriumssprecher. „Und neben dem Führerschein können auch die Fahrzeuge eingezogen werden.“

dpa

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