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Mitteldeutschland Gegendemonstranten blockieren rechten Fackelmarsch in Magdeburg
Region Mitteldeutschland Gegendemonstranten blockieren rechten Fackelmarsch in Magdeburg
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17:29 07.04.2019
Demonstranten bilden auf der Straße eine Sitzblockade, um den Fackelmarsch der "Bürgerinitiative Magdeburg" zu verhindern. Insgesamt hatten am Samstag mehrere Hundert Menschen in Magdeburg demonstriert. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Magdeburg

Mehrere Hundert Menschen haben in Magdeburg für ein solidarisches Miteinander und gegen Rassismus demonstriert. Laut Polizei zogen mehr als 200 Menschen aus dem bürgerlichen und linken Spektrum am Samstagabend zunächst durch die Innenstadt und versuchten dann, mit einer Sitzblockade einen Fackelmarsch des rechten Spektrums zu blockieren.

Die Blockade sei von den Einsatzkräften aufgelöst worden, teilte die Polizei in der Nacht zu Sonntag mit. Einige Demonstranten gegen den rechten Aufmarsch hätten sich vermummt und Böller auf die Beamten geworfen. Verletzt wurde dabei niemand. Ein Demonstrant wurde zwischenzeitlich in Gewahrsam genommen.

Übergriff auf Demo-Teilnehmer mit Pfefferspray

Nach den Demonstrationen kam es zu einem Übergriff auf Teilnehmer des Fackelmarsches. Wie die Polizei am Sonntagnachmittag mitteilte, schlugen drei Verdächtige nach dem Ende aller Demos die Seitenscheibe eines Autos ein und versprühten im Innenraum Pfefferspray.

Der 37 Jahre alte Fahrer und seine 38-jährige Begleiterin mussten wegen gereizter Augen medizinisch behandelt werden. Die beiden hatten zuvor am Fackelmarsch teilgenommen. Die Angreifer werden von der Polizei der linken Szene zugerechnet.

Straßensperrungen in der Innenstadt

Die Demos sorgten zudem für größere Einschränkungen in der Innenstadt. Straßen mussten zwischenzeitlich gesperrt werden. Da der zentrale Hasselbachplatz längere Zeit nicht befahrbar war, konnten auch viele Straßenbahnen in dieser Zeit nicht fahren.

Bereits am Nachmittag ließ das Bündnis „Ravende Europäer gegen Intoleranz und Nationalismus“ am zentralen Hasselbachplatz Musik erschallen, um für Vielfalt zu demonstrieren. Dabei blieb es ruhig.

200 Menschen beim Fackelmarsch

Zu dem spätabendlichen Fackelmarsch kamen laut Polizei ebenfalls rund 200 Teilnehmer, die nach eigenem Bekunden gegen eine „Islamisierung Magdeburgs“ protestierten.

Es war der zweite Marsch dieser Art in der Stadt. Die Polizei war mit 600 Beamten aus Sachsen-Anhalt und drei weiteren Bundesländern im Einsatz, um das Geschehen abzusichern.

Von LVZ

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