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Mitteldeutschland Freibäder erleben „spitzenmäßige“ Saison
Region Mitteldeutschland Freibäder erleben „spitzenmäßige“ Saison
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10:04 22.09.2018
Das Heidenauer Albert-Schwarz-Bad hat erst in diese Woche die 2018er Saison beendet. Quelle: DNN-Archiv/Daniel Förster
Dresden

Die Freibäder in Sachsen haben einen tropischen Sommer und eine denkwürdige Saison hinter sich. Als eine der letzten Adressen hat das Albert-Schwarz-Bad in Heidenau bei Dresden diese Woche seinen Betrieb beendet. „Die Saison war spitzenmäßig“, sagt Badeleiter Marko Paeslack. Es seien diesen Sommer 65 000 Besuche gezählt worden – und das bei einer Stadt mit 16 000 Einwohnern. Sonst seien es im Schnitt 40 000 Badegäste, sagt Paeslack.

Nicht nur Campino von den Toten Hosen ging in Sachsen schwimmen. Die Dresdner Bäder GmbH hatte rund 527 000 Gäste – ein Rekord. „Das Ergebnis ist sicherlich in erster Linie eine Reaktion auf das langanhaltende Super-Sommerwetter“, erklärte Geschäftsführer Matthias Waurick. Es zeige aber auch, wie gern die Dresdner und Touristen die Freibäder besuchten. Die meisten Gäste hatte laut der Bilanz das Stauseebad Cossebaude (111 100 Besucher). Danach folgen das Naturbad Mockritz (100 000) und das Georg-Arnhold-Bad (81 500).

Für das Arnhold-Bad hieß es diesen Sommer: Tote Hosen. Der Frontmann der Düsseldorfer Band war dort im Juni verbotenerweise nachts ins Wasser gesprungen. Ein Foto von Campino in Badehose und zwei Begleiterinnen hatten die Musiker selbst getwittert. Die Polizei ermittelte, aber eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs wurde zurückgezogen. Die Band spendete 5000 Euro für gute Zwecke. Zwei Monate nach der illegalen Planscherei machte das Freibad das Beste daraus – es lud zur ersten öffentlichen Badenacht. Das Interesse an einer Abkühlung im Dunkeln sei „riesengroß“, hieß es.

In Chemnitz war die Freibadsaison im September vorbei. In den vier Bädern gab es rund 135 800 Besucher – weit über dem Schnitt von 93 700 Badegästen. Auch Leipzig freute sich über den heißen Sommer. Mehr als 267 000 Schwimmer, Planscher und Sonnenbader wurden gezählt. „Unseren bisherigen Bestwert von 2015 mit 177 000 Besuchern haben wir deutlich geknackt“, bilanziert Geschäftsführer Joachim Helwing. Es sei die drittbeste Saison der vergangenen 27 Jahre gewesen. Am beliebtesten war das Schreberbad, Leipzig ältestes Bad.

Wer gerne noch schwimmen geht: lieber ins Hallenbad als in den See. Nach einer heißen Woche soll es in den nächsten Tagen deutlich kühler werden. Es wird herbstlich.

dpa

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