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Mitteldeutschland Frage an die OB-Kandidaten: Wie kann Dresden europäische Kulturhauptstadt 2025 werden?
Region Mitteldeutschland Frage an die OB-Kandidaten: Wie kann Dresden europäische Kulturhauptstadt 2025 werden?
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20:51 09.09.2015

Eva-Maria Stange: Als erster Schritt sollte in einer offenen Werkstatt unter Beteiligung der Dresdnerinnen und Dresdner die Idee geformt und Eckpunkte eines Konzeptes entwickelt werden. Ein Arbeitsstab bei der OBM’in muss sofort installiert und ein konkretisierter Zeitplan aufgestellt werden. Wir schaffen das nicht allein: Wir müssen uns gleich zu Beginn die Unterstützung durch das Land sichern und sollten den Blick auf die gesamte Region Dresden und unsere Nachbarländer Tschechien und Polen richten. Die Erstellung und Umsetzung des Konzeptes soll ein Beirat aus europäischen Experten, Kulturschaffenden, Wissenschaftlern, Bürgerinnen und Bürgern begleiten.

Stefan Vogel: Dresden war, ist und wird immer eine Kulturstadt ersten Ranges in Deutschland, Europa und der Welt sein. Damit sind die Chancen auch sehr gut, Kulturhauptstadt zu werden, so dies Dresdens Bürger das auch wollen und mehrheitlich mit einem Votum unterstützen. Entscheidend sollte der seriös einschätzbare Nutzen für Dresden sein. Alle Entscheider aus Dresden, in Land und Bund aus Politik, Kultur, Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft sind aufgefordert, ihren konkreten Beitrag in die Herausforderung europäische Kulturhauptstadt 2025 einzubringen bzw. zu benennen. Es gilt, die seit Jahrhunderten sich entwickelnde unvergleichbare Kultur Dresdens und Sachsens mit der europäischen Kulturhauptstadt 2025 noch zukunftssicherer zu machen.

Markus Ulbig: Dresden gehört zu den schönsten Städten Europas. Keine deutsche Großstadt investiert mehr in die Kultur. Deshalb unterstütze ich unsere Bewerbung zur „Europäischen Kulturhauptstadt 2025“. Im kommenden Jahr wird Breslau die Kulturhauptstadt Europas sein. Mit einem „Kulturhauptstadtexpress“ in unsere Partnerstadt sollen die Dresdner 2016 die Gelegenheit haben, daran teilzuhaben. Die beiden großen Projekte Kulturpalast und Kulturkraftwerk müssen erfolgreich und termingerecht abgeschlossen werden. Ich werde ein UNESCO-Welterbebüro in Dresden-Hellerau einrichten. Daneben gilt es ebenso, die Vielfalt einer lebendigen zeitgenössischen Kultur- und Kleinkunstszene zu bewahren.

Dirk Hilbert: Mir ist wichtig, mit der Bewerbung die ganze Bandbreite der Kulturstadt Dresden abzubilden, d.h. die junge Kunstszene ebenso wie die etablierten Klassiker, die kleinen Kunstaktivitäten im Stadtteil ebenso wie Kulturangebote mit überregionaler Strahlkraft. Dazu müssen möglichst viele Anbieter, aber auch Nutzer von Kultur an einen Tisch, um ein überzeugendes und modernes Gesamtbild zu formen. Und ich will die Bewerbung nutzen, mit Bürgern, Wissenschaftlern und Kulturschaffenden einen Diskussionsprozess anzuschieben, was eine moderne, europäische Kulturstadt im 21. Jahrhundert ausmachen soll, die lebenswert für die Dresdner und anziehend für Auswärtige ist.

Die Kandidatin Tatjana Festerling war ebenfalls angefragt. Leider war Frau Festerling im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten nicht bereit, ihre Antworten selbst auf das vorgegebene Maß zu kürzen oder von der Redaktion zu kürzen zu lassen.

DNN

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