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Mitteldeutschland Frage an die Kandidaten: Wie bekommen alle Dresdner die gleichen Bildungschancen?
Region Mitteldeutschland Frage an die Kandidaten: Wie bekommen alle Dresdner die gleichen Bildungschancen?
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20:56 09.09.2015
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Eva-Maria Stange: Bildung wird Chefinsache sein: Daher wird das Bildungsbüro wieder bei der OBM’in etabliert. Über Ämtergrenzen hinweg werden Maßnahmen zur Umsetzung gleicher Bildungschancen vorangebracht. Kurzfristig benötigen wir in den Stadtteilen mit hoher sozialer Problemlage Unterstützung für Kinder und Familien u.a. durch Einsatz von Sozialarbeitern und den Ausbau des Kita-Programms „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“. Langfristig müssen durch Dezentralisierung der Bedarfswohnungen soziale Problemlagen in einzelnen Quartieren aufgelöst werden. Ausbau und Sanierung von Kitas und Schulen haben weiterhin Priorität. Bildungsberichte wird es zukünftig aller drei Jahre geben.

Stefan Vogel: Ich fordere einen Familienbeirat in Dresden, in dem vorrangig die Belange von Kindern berücksichtigt werden. Dauerhafte Gewährleistung des Rechtsanspruchs auf Kita-Plätze. Ausreichend Kita- und Schulplätze in Wohnortnähe. Schulplätze dürfen nie mehr verlost werden müssen! Bedarfsgerechte Profile und familienfreundliche Öffnungszeiten für alle! Damit alle Kinder gleiche Bildungschancen haben, müssen die Eingangsvoraussetzungen und Chancen für alle offen stehen. Bildung und die Chancen darauf dürfen nicht von unterschiedlichen finanziellen Ausgangsvoraussetzungen abhängig gemacht werden. Gleiche Chancen für alle und Förderung von Talenten schließen sich nicht aus.

Markus Ulbig: Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Dabei müssen wir sie unterstützen. Für frühkindliche und schulische Bildung braucht es beste Voraussetzungen. Deshalb werde ich die Sanierung von Kitas und Schulen beschleunigen. Nach 2017 sind 2600 Kita-Plätze notwendig – dafür werde ich zusätzliches Geld im Haushalt einstellen. Auch werde ich das „Bündnis für Schulen“ fortsetzen und in dringenden Fällen Teilsanierungen in Schulen durchführen lassen. Weiterhin werde ich für eine Dresdner Bibliothekslandschaft auf hohem Niveau sorgen und das Heinrich-Schütz-Konservatorium mit zusätzlich 300 000 Euro pro Jahr ausstatten.

Dirk Hilbert: Unsere Kinder sind unsere Zukunft. In Dresden entsteht ein hochmodernes Schul- und Kitanetz, das beste Lernbedingungen schafft. Die finanziellen Weichenstellungen dafür habe ich als amtierender OB bereits 2011 auf den Weg gebracht. Aber Gebäude sind nicht alles. Mir ist wichtig, dass Wissenshunger, Forscherdrang und Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik von klein auf gefördert werden. Als Oberbürgermeister werde ich das außerschulische Angebot noch weiter ausbauen – sowohl in der Breiten- als auch in der Begabtenförderung. Ich setze auf den Ausbau von Formaten wie Schülerlabore oder Erlebnisangebote in unseren Museen, aber auch auf musische Früherziehung und interkulturelle Fähigkeiten.

Die Kandidatin Tatjana Festerling war ebenfalls angefragt. Leider war Frau Festerling im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten nicht bereit, ihre Antworten selbst auf das vorgegebene Maß zu kürzen oder von der Redaktion kürzen zu lassen.

DNN

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