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Mitteldeutschland Förderung der Kinderwunschbehandlung auch für unverheiratete Paare in Sachsen
Region Mitteldeutschland Förderung der Kinderwunschbehandlung auch für unverheiratete Paare in Sachsen
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16:21 26.04.2016
Ab dem 1. Juli können auch unverheiratete Paare eine Förderung für die Kinderwunschbehandlung vom Freistaat erhalten. Quelle: dpa
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Dresden

Ab dem 1. Juli können auch unverheiratete Paare eine Förderung für die Kinderwunschbehandlung vom Freistaat erhalten. Das Kabinett hat am Dienstag eine Ausweitung der bisher nur Ehepaaren gewährten Leistung beschlossen, um Familien zur Entscheidung für Kinder zu ermutigen. „Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine große Belastung für alle Paare, egal welchen Familienstand diese haben“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Damit werde auch der Lebensrealität in Sachsen entsprochen, wo rund 60 Prozent der Kinder unehelich geboren werden und die meisten Eltern erst später heiraten.

Künftig können auch sie Zuwendungen vom Bund erhalten: für die erste bis dritte Behandlung bis zu 12,5 Prozent und für die vierte Behandlung bis zu 25 Prozent des Selbstkostenanteils. Der Freistaat gibt je nach Behandlung zwischen 375 und bis zu 900 Euro davon dazu.

Die künstliche Befruchtung wird seit 2009 bei Ehepaaren gefördert. Im vergangenen Jahr finanzierte der Freistaat 5200 Fälle mit. Laut Klepsch sind 20 Prozent der Patienten in der Kinderwunschbehandlung Selbstzahler. Sie geht davon aus, dass der Großteil davon unverheiratet ist. In diesem Jahr stehen für die spezielle Förderung nach ihren Angaben 775 000 Euro zur Verfügung.

Auch die Zuschüsse für Freizeitangebote und Urlaube einkommensschwacher sollen Familien erhöht werden.

dpa

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