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Mitteldeutschland Fliegerbombe in Plauen im Vogtland entschärft
Region Mitteldeutschland Fliegerbombe in Plauen im Vogtland entschärft
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09:54 06.06.2018
Plauen: Einsatzkräfte warten auf die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Quelle: dpa/Ellen Liebner
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Plauen

Knapp zwei Wochen nach dem Fund einer Fliegerbombe in Dresden ist in Sachsen erneut ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Fünf-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart mit zwei Zündern wurde am Dienstag bei Arbeiten in Plauen freigelegt und in der Nacht zum Mittwoch von Experten entschärft. Die Polizei schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter: „Entwarnung in Plauen. Die Fliegerbombe ist entschärft. Gute Arbeit aller Einsatzkräfte!“ Hunderte Menschen in einem Radius von einem Kilometer mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen.

Sie konnten kurz vor Mitternacht wieder zurückkehren. Die Sperrungen seien wieder aufgehoben worden, so die Polizei. Eine Stadtsprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Entschärfung: „Es ist vollbracht.“ Es habe keine Komplikationen gegeben.

Vor der Entschärfung, die gegen 23.00 Uhr begann und gut 40 Minuten später beendet war, brachten Einsatzkräfte die Bewohner in Sicherheit. Von der Evakuierung waren laut Stadt rund 1650 Menschen betroffen. Unter ihnen seien mehr als 400 Personen 70 Jahre und älter gewesen. Eine Festhalle diente als Ausweichquartier. Altenheime oder Krankenhäuser gehörten nicht zum Sperrgebiet, das sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser sowie ein Waldstück umfasste.

An Straßen und Wegen wurden Sperren errichtet. Anschließend gingen Zweier-Teams aus je einem Feuerwehrmann und einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch das Sperrgebiet und forderten die Anwohner auf, ihre Häuser zu verlassen. Auch über die sozialen Netzwerke appellierte die Polizei: „Bitte folgt den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort.“ Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Nach Angaben der Stadt waren drei freiwillige Feuerwehren mit 26 Kräften im Einsatz. Darüber hinaus sorgten 79 Polizisten, 32 Rettungskräfte mit neun Rettungs- und Transportwagen sowie 30 Mitarbeiter der Stadt dafür, dass die Sicherheitsmaßnahmen organisiert und umgesetzt wurden.

Die Weltkriegsbombe war auf einer sogenannten Verdachtsfläche gefunden worden. Eine Spezialfirma hatte laut Stadtverwaltung im Auftrag des Kampfmittelbeseitigungsdienstes das Gebiet mit Metalldetektoren untersucht. Die Ergebnisse der Erkundungen seien computergestützt ausgewertet und Verdachtspunkte fixiert worden. Auf der Grundlage dieser Untersuchungen war die Bombe ausgegraben worden.

Auf Bildern von der Fundstelle war zu sehen, wie der Blindgänger etliche Zentimeter tief in der Erde lag. Daneben stand ein Baum. Das Erdreich um den Fundort war großflächig ausgehoben worden.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte eine Fliegerbombe Dresden in Atem gehalten. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hatte erst nach zwei Tagen unschädlich gemacht werden können. Eine Entschärfung am Fundort war wegen eines deformierten Zünders fehlgeschlagen. Nach einer Teilexplosion war die britische Bombe ausgebrannt.

von dpa

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