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Mitteldeutschland Firlefanz oder Traumwagen - Besondere Einblicke am Museumstag
Region Mitteldeutschland Firlefanz oder Traumwagen - Besondere Einblicke am Museumstag
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16:08 10.05.2018
Das Dresdner Verkehrsmuseum zeigt derzeit den originalen Opel Manta aus dem Kultfilm von 1991. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Sportwagen-Gipfel oder Tafelfreuden: Mehr als 70 Museen landesweit öffnen an diesem Sonntag (13. Mai) wieder ihre Sammlungen und bieten insgesamt mehr als 130 Veranstaltungen an - von Sonderführungen und Workshops über Aktionen und Feste bis zum Blick hinter die Kulissen. Der 41. Internationale Museumstag stellt unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ das Thema Vernetzung in den Mittelpunkt. Die Einrichtungen präsentieren dabei Angebote im analogen und digitalen Raum - vielfältig und kreativ.

Die meisten Museen seien mehr als Ausstellungsorte, sagt Gisbert Porstmann, Vorstandssprecher des Sächsischen Museumsbundes. „Sie sind innovativ und reagieren auf die Veränderung in der Gesellschaft, sie sind Foren geworden und Orte, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen - über ein Exponat oder eine Ausstellung als Opener.“ Das Netzwerken, Kooperationen und kollegiale Verbundenheit unter den Einrichtungen seien längst selbstverständlich. Und es gelinge, neues Publikum zu gewinnen - trotz enormer Konkurrenz.

Im Netz ist noch Luft nach oben

„Wichtig ist, dass die Museen laut und deutlich, mit Empathie, Witz und Humor ihre Angebote bekanntmachen“, sagte Porstmann. Auch im Internet, wo für viele Häuser noch Luft nach oben sei. „Aber die Museen werden einfach nachgefragt, die Leute suchen diese Orte des Etablierten und Authentischen, um drängende Fragen zu diskutieren.“ Das geschehe nicht in den „Echokammern der Narzissten“, weil es die Reibung brauche, auch in den Exponaten. Das sollte von der Politik gefördert werden.

Der vom Internationalen Museumsrat ausgerufene Tag macht alljährlich im Mai auf Vielfalt und Bedeutung der Einrichtungen aufmerksam. In Sachsen lockt er jeweils zwischen 30 000 und 60 000 Besucher an. Auch diesmal wird inszeniert, musiziert, gelesen, erzählt, gebastelt oder getanzt. Vielerorts ist der Eintritt frei. Zum landesweiten Auftakt können Familien im Deutschen Damast- und Frottiermuseum Großschönau ganz real auf Tuchfühlung gehen und die dort bewahrten Schätze der einst reichen Textilindustrie aufspüren, von denen selbst Kaiser, Könige oder Fürsten speisten. Kinder dürfen eine herrschaftliche Tafel decken - und das neue Museumsmaskottchen küren.

Im Verkehrsmuseum Dresden werden Männerträume wahr - bei einem „Manta-Melkus-Treffen“. Im Zuge der Schau „Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos“ fahren dort Sportwagen-Typen der DDR-Eigenmarke Melkus aus ganz Deutschland und des Opel Manta größtenteils aus Sachsen auf. Die Band Firlefanz und Grete spielt bekannte Kinderlieder von seltsamen Tanten, ekligem Gemüse, einschlafenden Kuscheltieren oder urlaubsreifen Hunden. Das Kreismuseum Grimma lädt indes zur historischen Schulstunde - samt Schulessen aus dem großen Kessel.

Manta, Manta im Verkehrsmuseum Dresden

Von dpa

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