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Mitteldeutschland Fiese Statistik vorm Fest: Sachsen sind zu dick
Region Mitteldeutschland Fiese Statistik vorm Fest: Sachsen sind zu dick
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14:10 05.12.2017
Übergewicht droht schon im Kindesalter. Quelle: dpa
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Dresden

Rechtzeitig vor den kalorienhaltigen Feiertagen hat das Statistische Landesamt auf das Übergewicht vieler Sachsen hingewiesen. Seit der Jahrtausendwende habe der Body Mass Index (BMI) bei Frauen und Männern zugelegt, sagte Behördenchef Burkhard Müller am Dienstag bei der Vorlage des statistischen Jahrbuchs in Dresden. Der sogenannte BMI setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße.

Der BMI

Ein häufig verwendetes Kriterium für Fettleibigkeit ist der sogenannte Body Mass Index (BMI), der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Dabei wird das Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Größe (in Metern) im Quadrat. Wer einen BMI von 25 oder höher hat, gilt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als übergewichtig, bei einem BMI ab 30 als fettleibig. Einige Wissenschaftler kritisieren diesen Index allerdings als zu vereinfachend. Er berücksichtige zum Beispiel nicht, zu welchen Anteilen ein Körper aus Fett und Muskeln bestehe. Außerdem werde vernachlässigt, wo am Körper die Fettpolster liegen.

„Wir haben, was den BMI betrifft, noch einen gewissen Anpassungsbedarf nach unten“, so Müller. Denn sowohl Männer als auch Frauen lägen über dem Bundesdurchschnitt. Allerdings seien die sächsischen Männer „noch etwas übergewichtiger als ihre Partnerinnen“, was möglicherweise mit deren Kochkünsten zusammenhänge.

Übergewicht droht schon im Kindesalter. Unter den sächsischen ABC-Schützen waren im Schuljahr 2015/2016 bei der Schulaufnahmeuntersuchung 9,2 Prozent übergewichtig oder bereits adipös - also krankhaft fettleibig.

Hier zeigten sich Müller zufolge deutliche regionale Unterschiede: In den großen Städten gebe es nicht so viele übergewichtige Schulanfänger wie auf dem Land. In Dresden waren nur 5,3 Prozent von ihnen übergewichtig. Und mit einem Übergewichtsanteil von über 11,1 Prozent leben die dicksten Kinder in einem ländlichen Speckgürtel rund um Leipzig.

dpa

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