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Elbe-Häfen erzielen Spitzenwerte

21,1 Millionen Euro Umsatz Elbe-Häfen erzielen Spitzenwerte

Mehr Umsatz, mehr Umschlag – eine stolze Bilanz: Die Oberelbe-Binnenhäfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien verzeichnen auch für das vergangene Jahr wieder einen Geschäftszuwachs trotz häufigen Niedrigwassers.

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Container werden im Elbehafen in Riesa umgeschlagen, der zur Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) gehört.

Quelle: dpa

Riesa. Mehr Umsatz, mehr Umschlag – eine stolze Bilanz: Die Oberelbe-Binnenhäfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien verzeichnen auch für das vergangene Jahr wieder einen Geschäftszuwachs trotz häufigen Niedrigwassers. Mit einem Umsatzvolumen von rund 21,1 Millionen Euro verbuchten sie ihr wirtschaftlich bisher bestes Jahr.

„Es ist besser gelaufen als gedacht“, sagte der Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO), Heiko Loroff, im Hafen Riesa bei der Vorstellung der Wirtschaftsergebnisse. Die Steigerung beträgt demnach gut fünf Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Dafür verantwortlich sind laut Loroff vor allem der Container- und Schwergutbereich der Hafen-Gruppe. Das Plus bei den Erlösen fiel allerdings geringer aus als noch ein Jahr zuvor. Damals betrug es rund zehn Prozent. Mit einem Volumen von mehr als 20 Millionen Euro hatten die Häfen 2016 ihr wirtschaftlich bisher bestes Jahr verbucht.

Positiv stimmt zudem: Mit 2,66 Millionen Tonnen konnte auch der Güterumschlag in Torgau, Dresden, Riesa, Dessau-Roßlau und Mühlberg (Sachsen-Anhalt) sowie Decin und Lovosice (Tschechien) leicht um ein Prozent gesteigert werden. Mit einem Plus von 13 Prozent erzielte dabei Riesa ein Rekordergebnis und profitierte laut Loroff vor allem von logistischen Angeboten für Unternehmen und Kunden im Containerservice – von der Reinigung und Reparatur bis zu Spezialeinbauten. Die Hafen-Gruppe entwickele sich immer mehr zum Knotenpunkt für logistische Dienstleistungen – zu Wasser, auf Straße und Schiene, erklärte der Geschäftsführer weiter. Dresden, Roßlau und Lovosice seien ebenfalls als gefragte Dienstleistungsstandorte etabliert, Dresden konnte demnach sogar zum Zentrum für Schwergutumschlag in der Region ausgebaut werden. Für das vergangene Jahr schlugen 118 Großverladungen mit einem Gesamtgewicht von 10 500 Tonnen zu Buche – das sei das Doppelten der Vorjahresmenge, wie Loroff mit großer Freude erklärte.

Während der Güterumschlag per Eisenbahn um zwölf Prozent auf fast 836 400 Tonnen kletterte, ging er hingegen per Schiff um 17 Prozent auf knapp 195 000 Tonnen zurück. Ursache dafür ist nach Angaben der Hafen-Gruppe häufiges Niedrigwasser gewesen, dass die Elbe-Schifffahrt immer wieder behindert habe.

Das Konzept der sogenannten Trimodalität aus Schiene, Straße und Fluss zahlt sich offensichtlich immer mehr aus, um Güter gut ans Ziel zu bringen, wie Loroff einschätzte. Mit annähernd 1,6 Millionen Tonnen erfolgte die Hälfte des Güterumschlags per Lastkraftwagen und nur sieben Prozent per Schiff. Rund 8,5 Millionen Euro investierte die Gruppe der sächsischen Binnenhäfen Oberelbe in die Infrastruktur.

Von Simona Block, dpa

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