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Mitteldeutschland „Egon“ bläst in Mitteldeutschland Autos von den Straßen
Region Mitteldeutschland „Egon“ bläst in Mitteldeutschland Autos von den Straßen
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12:41 14.01.2017
So wütete Sturmtief "Egon" am Freitag in Mitteldeutschland. Quelle: dpa
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Dresden

Mächtig-gewaltig war „Egon“ diesmal nicht – eher schmuddelig bis chaotisch. Das so benannte Tiefdruckgebiet zog am Freitag über Mitteldeutschland hinweg und wirbelte mit kräftigen Böen der Windstärke 11 vieles durcheinander. Auf dem Fichtelberg blies der Wind mit Orkanböen bis zu 150 Kilometer pro Stunde. Dort und in anderen Skigebieten blieben Schwebebahnen und Lifte außer Betrieb. „Da geht die Sicherheit vor“, sagte der Geschäftsführer der Fichtelberg-Schwebebahn, René Lötzsch.  

Ein Sturmtief sorgte am Freitag für allerhand Verkehrschaos. Neben umgestürzten Bäumen, fegte "Egon" auch Autos von den sächsischen Straßen.

An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden hat „Chaos-Egon“ Pläne durcheinandergewirbelt und für Flugausfälle gesorgt. „Gestrichen wurde in Dresden eine Verbindung von und nach Frankfurt am Main“, sagte Flughafensprecher Christian Adler. In Leipzig waren mehrere Ankünfte und Abflüge von und nach Frankfurt betroffen. „Schuld ist das stürmische Wetter in Frankfurt“, so Adler. In beiden Großstädten war es nasskalt und ungemütlich. Das Tief bringt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) über Nacht noch mehr Sturm und Niederschläge.

Im Bahnverkehr kam es zu etlichen Verspätungen. Die Vogtlandbahn drosselte wegen der Orkanböen die Höchstgeschwindigkeit für die Fahrten auf allen Strecken auf 50 Kilometer pro Stunde.  Nach Angaben eines Sprechers sind auf einigen Strecken Bäume auf die Gleise gefallen. „Alle Lokführer hatten Sägen an Bord“, sagte er.

Vielerorts kippten Bäume und Strommasten auf Autos und Häuser. In Thüringen mussten Zufahrtsstraßen zur Autobahn 71 bei Gräfenroda (Ilmkreis) wegen Schneeglätte gesperrt werden, der Wind machte nicht nur Sattelzügen und Gespannfahrzeugen zu schaffen. Auf der schneeglatten A 71 bei Benshausen (Kreis Schmalkalden) wurden fünf Personen bei Karambolagen verletzt, eine Frau sogar schwer. Auf der A 73 am Dreieck Suhl ging wegen quer stehender Laster zeitweise nichts mehr. Die Grenzübergänge in Bad Elster und Ebmath waren wegen Schneeverwehungen blockiert. Erst gegen Mittag entspannte sich die Lage und der Verkehr lief langsam wieder an.

Nach Angaben der Polizei mussten viele Straßen gesperrt werden, weil Bäume auf Fahrbahnen lagen oder Fahrzeuge steckenblieben. Die meisten Unfälle endeten mit Blechschäden. Der Winterdienst in der Rhön stellte teilweise seine Arbeit ein, weil auf den Straßen kein Durchkommen mehr war. Auch im Harz waren bei Schneehöhen bis 60 Zentimeter viele Wintersportorte lange unzugänglich.  Schulbusse blieben im Schnee stecken, auch Lehrer schafften es nicht zum Unterricht. Vielerorts fiel die Schule aus.

Die Polizei rief Lkw-Fahrer auf, wegen des starken Windes Parkplätze aufzusuchen und hohe Autobahnbrücken zu meiden.

Auf „Egon“ folgt am Samstag Tief „Caius“. Es soll weniger stürmisch, dafür noch winterlicher werden. Laut DWD sind bei leichtem Frost bis zu fünf Zentimeter, in den Bergen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee drin. Ab der kommenden Woche soll es dann Dauerfrost geben.

Von Winfried Mahr

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