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Drohnen-Piloten müssen ab dem 1. Oktober eine Prüfung nachweisen

Fliegen mit Führerschein Drohnen-Piloten müssen ab dem 1. Oktober eine Prüfung nachweisen

Ab dem 1. Oktober gilt: Wer eine Drohne aufsteigen lassen will, braucht dafür künftig einen speziellen Führerschein. In Sachsen ist bislang nur eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Ausbildungsstelle für den Drohnenführerschein ansässig – in Dresden. Zwei weitere haben nach den Angaben des Amtes eine Zulassung beantragt.

Ab 1. Oktober müssen Drohnen-Piloten für Fluggeräte ab zwei Kilo eine Prüfung nachweisen

Quelle: dpa

Dresden/Erfurt.


In Thüringen gibt es noch keine anerkannte Stelle, die die Prüfung abnehmen darf, wie eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes in Weimar sagte. Derzeit liegen beim Luftfahrtbundesamt (LBA) zwei Anträge von Interessenten aus Thüringen vor. Das Amt ist für die Zulassung der Prüfstellen zuständig. Ausweichen können Drohnen-Führerscheinbewerber aus Thüringen in benachbarte Bundesländer wie Sachsen, Bayern und Hessen. Bundesweit sind es aktuell etwa 30 Prüfstellen.

In der Grundlagenschulung würden Themen wie Technik, Meteorologie und die Rechtslage gelehrt. Daran schließe sich eine theoretische Prüfung für den Kenntnisnachweis – also den Drohnenführerschein – an. Wer solch eine Schulung in Dresden absolvieren will, muss dafür 310 Euro zahlen. Weitere Module wie ein Flugtraining können die angehenden Drohnenpiloten dazu buchen.

Die Interessen der Menschen, eine Drohne fliegen zu lassen, seien vielfältig, weiß Lungwitz. Dachdecker und Gerüstbauer nutzten Luftaufnahmen für die Erstellung ihrer Angebote. In der Baubranche würden Baustellen damit überwacht. In der Industrie würden Drohnen für die Inspektion von Anlagen genutzt. Dazu kämen natürlich viele Fotografen, die Luftaufnahmen machen wollen.

Ab dem 1. Oktober nun ist für größere Drohnen der Führerschein verpflichtend. Wer ab diesem Stichtag eine Drohne – auch Multikopter genannt – mit einem Gewicht ab zwei Kilogramm steigen lassen will, muss bestimmte Kenntnisse nachweisen können. So müssen Drohnenpiloten wissen, wie die Fluggeräte bedient und navigiert werden, wie die luftrechtlichen Grundlagen aussehen und wie die örtliche Luftraumstruktur beschaffen ist.

Der Bewerber für den Drohnen-Führerschein muss mindestens 16 Jahre alt sein, der Nachweis gilt für fünf Jahre. Zudem muss an allen Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm ab Oktober eine Plakette mit dem Namen und der Adresse des Besitzers angebracht werden. Sonderregeln gelten für sehr schwere Drohnen ab fünf Kilo Gewicht und für Flughöhen von über 100 Meter.

Ein beim Deutschen Modellflieger Verband im Online-Verfahren erworbener Nachweis gilt nur für Drohnen, die ausschließlich für Sport- oder Freizeitzwecke betrieben werden – eben für Flugmodelle. Die Bescheinigung dafür können Jugendliche bereits ab 14 Jahren bekommen. Experten kritisieren jedoch, dass es keinen einheitlichen Fragenkatalog für den Drohnen-Führerschein gibt. Jede Prüfstelle kann nämlich ihre eigenen Fragen mit dem Luftfahrtbundesamt abstimmen, wie das LBA in seinem Informationsblatt für interessierte Ausbilder schreibt. „Die anerkannte Stelle arbeitet die Prüfungsfragen in eigener Verantwortung aus“, heißt es dort. Allerdings wird ein Katalog von Fragen beschrieben, aus dem die Ausbildungsstellen aussuchen können.

Übrigens: Wer seine Drohnen auf einem Modellflugplatz steigen lassen will, braucht in keinem Fall einen Drohnen-Führerschein.

Von Violetta Kühn und Jörg Aberger

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