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Mitteldeutschland Dresdner Kameradschaft an Ausschreitungen beteiligt
Region Mitteldeutschland Dresdner Kameradschaft an Ausschreitungen beteiligt
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14:47 11.12.2016
Einige der Rechtsextremen nach ihrer Festnahme in Connewitz. Quelle: Archiv
Dresden

Die rechtsextreme Vereinigung „Freie Kameradschaft Dresden“ soll an den Ausschreitungen im vergangenen Januar im Leipziger Stadtteil Connewitz beteiligt gewesen sein. Das geht aus der am Sonntag veröffentlichten Antwort der sächsischen Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz hervor. Laut Innenministerium waren an den Krawallen 215 Menschen beteiligt. Darunter sollen laut Köditz „mindestens acht Personen“ gewesen sein, die der Neonazi-Vereinigung zugerechnet werden.

Bei den Ausschreitungen in dem als linksgerichtet geltenden Stadtteil war ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich entstanden. Rechtsextreme und Hooligans hatten randaliert, Autos angesteckt, Pyrotechnik gezündet und Schäden an zahlreichen Geschäften und Kneipen hinterlassen.

Gegen die „Freie Kameradschaft Dresden“ waren Polizei und Staatsanwaltschaft am 30. November wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgegangen. Der Gruppe werden in verschiedener personeller Zusammensetzung 14 Straftaten wie Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch im besonders schweren
Fall sowie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen vorgeworfen. Gegen 6 der insgesamt 17 mutmaßlichen Mitglieder zwischen 16 und 30 Jahren waren Haftbefehle vollstreckt worden.

Laut Innenminister Markus Ulbig (CDU) haben die Mitglieder der Neonazi-Gruppierung im Herbst 2015 dreimal an Pegida-Versammlungen teilgenommen. Zudem sind neben den Krawallen in Leipzig sieben weitere Veranstaltungen zwischen November 2015 und Februar 2016 aufgelistet, an denen die „Freie Kameradschaft Dresden“ aktiv beteiligt gewesen sein soll. Mit Verweis auf laufende Ermittlungen gab das Innenministerium in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage keine weiteren Details bekannt.

dpa

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