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Mitteldeutschland Dresdner Eltern stehen mit 700.000 Euro Kita-Gebühren in der Kreide
Region Mitteldeutschland Dresdner Eltern stehen mit 700.000 Euro Kita-Gebühren in der Kreide
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15:00 05.08.2017
Die Kommunen gehen unterschiedlich mit der Zahlungsmoral um. Dresden kündigt nur in Ausnahmefällen den Betreuungsvertrag. Quelle: dpa
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Dresden

Bei mehreren Städten in Sachsen haben sich zum Teil hohe Außenstände an Kita-Gebühren angesammelt. Allein in den städtischen Kindertagesstätten von Leipzig ist die Summe aktuell auf 2,2 Millionen Euro angewachsen, teilte die Verwaltung auf Anfrage mit. 2013 waren es noch knapp 1,9 Millionen Euro. Die Messestadt verschickt pro Monat im Schnitt 585 Mahnungen, um säumige Eltern an ihre Zahlungspflicht zu erinnern. Insgesamt werden in Kitas, Horten und der Kindertagespflege der Stadt knapp 47 800 Mädchen und Jungen betreut. Für 80 Prozent von ihnen gab es eine Ermäßigung nach Sozialgesetzbuch oder weil ein Elternteil alleinerziehend ist oder noch Geschwisterkinder betreut werden.

In Dresden belief sich die geschuldete Summe Ende 2016 auf rund 700 000 Euro, in Chemnitz waren es Ende Juni rund 436 000 Euro. In Bautzen haben sich die Außenstände auf etwa 100 000 Euro summiert, auch in Görlitz gibt es diese Größenordnung. In Zwickau sind es aktuell 160 000 Euro, hier werden pro Monat etwa 175 Mahnungen versandt.

Die Kommunen gehen unterschiedlich mit der Zahlungsmoral um. Dresden kündigt nur in Ausnahmefällen den Betreuungsvertrag. Plauen schickt eine fristlose Kündigung, wenn die Eltern zwei Monate im Rückstand sind. In Leipzig kann nur mit Zustimmung der Kita oder des Hortes gekündigt werden. In Chemnitz gilt auch eine zweimonatige Frist. Allerdings wird der Sozialdienst eingeschaltet und die Eltern bekommen eine Beratung.

Die Gründe für das unzuverlässige Zahlungsverhalten sind vielfältig, hieß es. Nach Angaben der Stadt Leipzig sind oftmals Eltern betroffen, die vielleicht einen Anspruch auf Ermäßigung haben, aber keinen Antrag stellen. Andere würden erst die Androhung der Kündigung abwarten, bevor sie zahlen. Bautzen und Zwickau führen an, dass es mitunter nach Trennung der Eltern zu Problemen kommt. Dann fehle bisweilen die Abstimmung. Manche Eltern überweisen die Gelder nicht per Dauerauftrag und laufen so Gefahr, die Bezahlung zu vergessen. Manchmal bleibt die Kommune aber auch auf dem Trockenen sitzen, weil beim Lastschriftverfahren die Konten gar nicht gedeckt sind.

dpa

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