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Diakonie fordert Maßnahmen gegen Wohnungsnot

Immer mehr Betroffene Diakonie fordert Maßnahmen gegen Wohnungsnot

Die Diakonie Sachsen hat der Landesregierung Untätigkeit angesichts einer zunehmenden Wohnungsnot im Freistaat vorgeworfen. Allein bei der Diakonie hätten sich die Zahlen der Beratungssuchenden in den vergangenen 13 Jahren fast verdoppelt.

Es fehlt an Sozialwohnungen

Quelle: dpa

Dresden. Die Diakonie Sachsen hat der Landesregierung Untätigkeit angesichts einer zunehmenden Wohnungsnot im Freistaat vorgeworfen. Allein bei der Diakonie hätten sich die Zahlen der Beratungssuchenden in den vergangenen 13 Jahren fast verdoppelt, teilte die zuständige Referentin Rotraud Kießling am Dienstag mit. So seien im vergangenen Jahr 3533 Menschen wegen Wohnungsnot beraten worden. Auch 566 Kinder seien betroffen gewesen. „Das sind nur unsere Diakoniezahlen – also nur ein Ausschnitt der Gesamtsituation. Aber es passiert fast nichts“, sagte Kießling.

„Es ist doch offenkundig, dass es für Menschen mit niedrigem Einkommen oder in besonderen sozialen Nöten immer schwieriger wird, eine bezahlbare Wohnung zu finden oder zu halten.“ Das gelte vor allem für Ballungsräume, „aber selbst in den Landkreisen gibt es nicht genügend Wohnungen, die beispielsweise im Rahmen der Angemessenheitsgrenzen für SGB-II-Beziehende zugänglich wären.“

Damit werde geltendes Recht gebrochen, „nicht zuletzt das in der Verfassung verankerte Recht auf angemessenen Wohnraum“. Kießling warf der CDU/SPD-Regierung vor, die im Koalitionsvertrag zugesagte Statistik über den Umfang der Wohnungsnot nicht auf den Weg zu bringen. „Ganz zu schweigen von sozialem Wohnungsbau für einkommensarme Menschen.“ Die soziale Absicherung von Wohnraum sei Kernaufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und werde seit Jahren ignoriert.

dpa

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