Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Deutlich mehr Treffpunkte für die rechtsextreme Szene in Sachsen
Region Mitteldeutschland Deutlich mehr Treffpunkte für die rechtsextreme Szene in Sachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:31 21.02.2017
Die rechtsextreme Szene in Sachsen nutzt immer mehr Treffpunkte. Quelle: dpa
Dresden

Die rechtsextreme Szene in Sachsen verfügt über immer mehr Treffpunkte. Im vergangenen Jahr konnte sie landesweit auf 45 Objekte zugreifen - 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte Kerstin Köditz, Extremismusexpertin der Linken im Landtag, am Dienstag mit. Der Wert markiere zugleich den höchsten Stand seit Jahren. In der Hälfte der Fälle (23) hätten die Rechten eine grundsätzliche Zugangsmöglichkeit, also zum Beispiel einen eigenen Schlüssel oder auch einen regulären Mietvertrag. Köditz hatte die Angaben über eine Kleine Anfrage im Parlament ermitteln lassen.

Aus der Antwort des Innenministeriums geht hervor, dass sich drei Objekte in kommunalen Eigentum befinden und jeweils öffentliche Gaststätten beherbergen. Die meisten Treffpunkte gibt es in Dresden (10). Es folgen der Vogtlandkreis (5), die Stadt Leipzig sowie die Landkreise Görlitz, Leipzig, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Zwickau (je 4). Dahinter rangieren die Stadt Chemnitz und der Landkreis Bautzen (je 3) sowie die Landkreise Meißen (2), Erzgebirge und Nordsachsen (je 1). Für Mittelsachsen ist kein Treffpunkt ausgewiesen.

„Wie bereits unsere Große Anfrage zur extremen Rechten zeigte, fielen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 62 solcher Treffobjekte auf, die zum Teil auch im Freien liegen“, betonte Köditz. Offenbar könne ein großer Teil dieser Anlaufpunkte nicht nur über einen längeren Zeitraum erhalten werden. Es gelinge sogar eine sukzessive Ausweitung des Bestandes: „Besonders deutlich wird das am Fall Dresden, hier waren zuletzt gleich sieben weitere Objekte hinzugekommen. Der Aufbau neuer Strukturen geht dort offenbar mit der Erschließung zusätzlicher Infrastruktur einher.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Kino als Klassenzimmer: Die Schulkinowochen in Sachsen feiern ein Jubiläum und erwarten auch in diesem Jahr wieder rund 20 000 Besucher. An der 10. Ausgabe der Aktion beteiligen sich vom 20. bis 31. März sachsenweit 45 Kinos in 30 Städten.

21.02.2017

Nach Angaben des sächsischen Finanzministeriums führt die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst im Freistaat in diesem Jahr zu Mehrkosten von rund 85 Millionen Euro und im kommenden Jahr von rund 205 Millionen Euro. Der DGB fordert nun eine Übernahme des Ergebnisses auch für Beamte.

21.02.2017

Es sei unverantwortlich, dass Eltern ihre Kinder nicht gegen Masern impfen lassen. Wer die Masern bekomme, bei dem bestehe für lange Jahre ein Immun-Defekt, der anfällig macht, sagt Professor Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie am Leipziger St. Georg Klinikum.

21.02.2017