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Mitteldeutschland Datenpanne beim Verfassungsschutz in Sachsen
Region Mitteldeutschland Datenpanne beim Verfassungsschutz in Sachsen
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13:36 20.04.2018
Bei Sachsens Verfassungsschützern hat es einem Medienbericht zufolge eine Datenpanne gegeben. Quelle: dpa
Sachsen

Bei Sachsens Verfassungsschützern hat es einem Medienbericht zufolge eine Datenpanne gegeben. Wie der MDR berichtet, verschaffte sich ein Mitarbeiter unerlaubt Zugang zu sensiblen Personaldaten der Behörde und versuchte diese zu kopieren. Laut Innenministerium sind keine operativen Daten betroffen, die etwa Informationen über den Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel oder Beobachtungsobjekte beinhalten.Das Landesamt habe dem langjährigen Mitarbeiter deshalb bereits Mitte März fristlos gekündigt. Es soll sich um einen Systemadministrator handeln.

Das Innenministerium bestätigte dem MDR den Vorfall und erklärte zugleich, der Vorgang werde mit hoher Priorität behandelt und alles dafür getan, ihn schnell und umfänglich aufzuklären

Über den Vorfall wurden laut Ministerium bereits die Parlamentarische Kontrollkommission des Landtages und der Landesdatenschutzbeauftragte, Andreas Schurig, informiert.

Die Opposition fordert lückenlose Aufklärung. „Es ist schwerlich für einen Geheimdienst eine sensiblere Angelegenheit vorstellbar als die eigenen Personaldaten“, erklärte am Freitag die Linke-Abgeordnete Kerstin Köditz. Sie gehört der Parlamentarischen Kontrollkommission (PKK) an. Das PKK werde zeitnah mehrere Sondersitzungen zu dem Thema einberufen und für weitere Aufklärung sorgen.

Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, sprach von einem ungeheuerlichen Vorgang. Das Landesamt für Verfassungsschutz sei offenbar nicht in der Lage, seine ureigenen Aufgaben ordentlich zu erledigen. Es handele sich dabei nicht um eine Panne, sondern um grundlegende Sicherheitsmängel.

dpa

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