Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Commerzbank gewinnt in Sachsen fast 7400 neue Kunden
Region Mitteldeutschland Commerzbank gewinnt in Sachsen fast 7400 neue Kunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:53 03.08.2016
   Quelle: dpa-Zentralbild
Frankfurt am Main/Leipzig/Dresden

 Die Commerzbank hat in Sachsen trotz Niedrigzinsen und Turbulenzen am Kapitalmarkt zugelegt. Die Niederlassungen in Leipzig, Dresden und Chemnitz konnten im ersten Halbjahr fast 7400 neue Kunden gewinnen. Darüber informierte gestern das Institut. Überall sei die Kundenzahl deutlich angestiegen. Der Gesamtkonzern hat allerdings angesichts des schwierigen Marktumfeldes sein Jahresziel, den Überschuss von gut einer Milliarde Euro aus dem Vorjahr zu wiederholen, gekappt. Das Geldhaus erwarte „für 2016, dass das operative Ergebnis und das Konzernergebnis unter dem Vorjahr liegen werden“, hieß es im Zwischenbericht der Bank. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Überschuss auf 372 Millionen Euro nach 645 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

In Leipzig hat das Institut mit 3250 neuen Kunden in den ersten sechs Monaten kräftig zugelegt. „Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum“, betonte Cora Heide, Niederlassungsleiterin Privatkunden. Gründe dafür „sind die verstärkte Kreditnachfrage und das kostenlose Girokonto“. Unter anderem hatte die Sparkasse Leipzig im Frühjahr die Kontoführungsgebühren angehoben.

Aufwärts geht es auch in den Commerzbank-Niederlassungen in Dresden und Chemnitz. Dresden meldete 1710 neue Kunden. „Das sind deutlich mehr als im Vorjahr“, sagte Joachim Hecker, zuständig für das Privatkundengeschäft. Im Vorjahreszeitraum habe der Wert bei reichlich 1000 gelegen. Ähnlich der Trend in Chemnitz. „Wir haben netto 2420 Kunden gewonnen“, erklärte Heike Hofmann-Lauer, Niederlassungsleiterin Privatkunden. Das seien fast 700 mehr als vor Jahresfrist.

In allen drei sächsischen Commerzbank-Regionen kletterte den Angaben zufolge die Nachfrage nach Ratenkrediten im ersten Halbjahr zweistellig. Spitzenreiter ist mit einem Plus von 54 Prozent auf 28 Millionen Euro Chemnitz, gefolgt von Leipzig (plus 49 Prozent/14,3 Millionen Euro) und Dresden. Hier lag der Zuwachs bei 40 Prozent auf 13,7 Millionen Euro. Das zeige, dass „immer mehr Kunden die Mini-Zinsen für Anschaffungen nutzen“, erklärten Heide und Hecker unisono. Insgesamt finanzierten die drei Niederlassungen Immobilien im Gesamtwert von 258,5 Millionen Euro.

Während in Dresden und Chemnitz die Mittelstandsbank, „die bei der Finanzierung von Unternehmen der Marktführer in Deutschland ist, eine stabile Kreditnachfrage verzeichnete“, erzielten die Leipziger hier einen Zuwachs. „Das Kreditvolumen hat sich im ersten Halbjahr um 8,4 Prozent erhöht“, bilanzierte Ilona Schmitt, Niederlassungsleiterin der Mittelstandsbank Leipzig.

Zu angekündigten Filialschließungen von Wettbewerbern sagte Heide: „Die Commerzbank bleibt vor Ort präsent, weil die meisten Kunden Wert auf persönliche Gespräche legen.“ Die Niederlassung Leipzig umfasst 15 Filialen. Insgesamt betreibt der Banken-Konzern 1050 Filialen und betreut über 16 Millionen Privat- und eine Million Geschäftskunden.

Von Ulrich Langer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bautzen is(s)t scharf: Vom 16. August an bringen 15 Gastronomen der Stadt zu den 11. Bautzener Senfwochen ausgefallene Kreationen rund um die gelbe Würzpaste auf den Tisch. Senfige Eisbecher seien genauso dabei wie sorbische Senfkreationen und Senf-Klassiker.

03.08.2016

Die Entsorgung illegal abgelagerten Mülls hat im vergangenen Jahr in Sachsen Kosten in Höhe 1,04 Million Euro verursacht. Das geht aus noch vorläufigen Zahlen zur Siedlungsabfallbilanz 2015 des Umweltministeriums hervor.

03.08.2016

Zur schnelleren Entlastung der Polizei haben die Grünen eine deutliche Ausweitung des Einstellungskorridors für Polizeianwärter gefordert. Die von der Landesregierung geplante Erhöhung auf 600 Neueinstellungen pro Jahr ab 2017 werde erst 2026 zu den versprochenen zusätzlich 1000 Stellen bei der Polizei führen.

02.08.2016