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Mitteldeutschland Chemnitzer Linux-Tage erwarten 3000 Fans der freien Software
Region Mitteldeutschland Chemnitzer Linux-Tage erwarten 3000 Fans der freien Software
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10:43 10.03.2017
Informatiker Mario Haustein arbeitet mit dem Betriebssystem Linux am 08.03.2017 im Rechenzentrum der TU Chemnitz (Sachsen). Viele Software-Anwendungen an der TU laufen auf Linux-basierten Systemen. Zu den jetzt anstehenden 19. Chemnitzer Linux-Tagen (11./12. März) werden tausende Gäste aus ganz Europa erwartet. Quelle: dpa
Chemnitz

Welche Telefonlösungen gibt es für taube Menschen und wie kann eine App Rollstuhlfahrern bei der Suche nach barrierefreien Orten helfen? Der Schwerpunkt bei den diesjährigen Linux-Tagen liegt auf Barrierefreiheit und Anwenderfreundlichkeit. Bereits zum 19. Mal ist die TU Chemnitz an diesem Wochenende Treffpunkt für Fans der freien Software. Rund 3000 Menschen aus ganz Europa werden bei der „Open-Source-Community“ erwartet. „Unseres Wissens nach ist es deutschlandweit inzwischen die größte Veranstaltung dieser Art“, sagte Mitorganisatorin Antje Schreiber im Vorfeld.

Galt der Begriff „Open Source“ bei seinem Aufkommen vor etwa 25 Jahren noch als Geheimtipp unter Computerfreaks, greife die Idee einer Software, die jeder benutzen, verändern und weiterentwickeln könne, immer mehr um sich. „Der Markt für freie Software wächst, weil es so viele Menschen gibt, die von sich aus neue Lösungen entwickeln“, beschreibt Ralph Sontag vom Organisationsteam die Faszination von Linux und Co. Anders als beispielsweise Windows verfügen solche Programme über einen offenen Quellcode. Inzwischen komme selbst ein Branchenriese wie IBM nicht mehr an Linux vorbei.

Rund 90 Vorträge und Workshops sind geplant, es präsentieren sich an rund 60 Ständen Projekte und Unternehmen. Die Linux-Tage dienen Programmierern auch als Plattform: In Form einer „Projektküche“ haben 15 Entwickler die Chance, innerhalb von nur fünf Minuten ihre Lösung zu erläutern. Darüber hinaus verleiht ein deutscher Serverhersteller drei Preise im Gesamtwert von 6500 Euro für Projekte, die zu einer freien IT-Gemeinschaft beitragen.

Begonnen hat die Veranstaltung mit einer so genannten „Install-Party“, bei der vier Studenten lediglich ihre Kommilitonen bei der Installation des freien Betriebssystems Linux unterstützen wollten. Statt der geplanten 100 Menschen kamen schon damals 700. Seitdem seien es jedes Jahr mehr geworden.

Hinter den Kulissen engagieren sich rund 200 ehrenamtliche Helfer, rund 40 davon gehören zum Organisationsteam. Seit dieser Woche sind die Veranstalter zudem Paten: Sie haben im Tierpark von Limbach-Oberfrohna die Patenschaft für zwei Humboldt-Pinguine übernommen. Der Pinguin Tux wurde Mitte der 90er Jahre von Linux-Gründer Linus Torvalds zum Maskottchen des freien Betriebssystems auserkoren.

dpa

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