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Bundespolizei warnt vor illegalem Silvester-Feuerwerk

Alle Jahre wieder Bundespolizei warnt vor illegalem Silvester-Feuerwerk

Angesichts des bevorstehenden Silvesterfeuerwerks warnt die Bundespolizei vor illegaler Pyrotechnik aus Tschechien und Polen. Mit Sorge werde beobachtet, dass die Größe sogenannter Kugelbomben - die eigentlich für professionelles Feuerwerk gedacht seien - und auch die Füllmengen bei Knallkörpern auf bis zu 200 Gramm Explosivladung zunähmen.

Die Bundespolizei warnt vor illegalen Böllern aus Polen und Tschechien.

Quelle: dpa

Pirna. Angesichts des bevorstehenden Silvesterfeuerwerks warnt die Bundespolizei vor illegaler Pyrotechnik aus Tschechien und Polen. Die auf sogenannten Vietnamesen-Märkten im Grenznähe angebotenen Feuerwerkskörper seien häufig äußerst gefährlich und ihre Einfuhr nach Deutschland strafbar, sagte Bernd Förster, Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna, der Deutschen Presse-Agentur. Mit Sorge werde beobachtet, dass die Größe sogenannter Kugelbomben - die eigentlich für professionelles Feuerwerk gedacht seien - und auch die Füllmengen bei Knallkörpern auf bis zu 200 Gramm Explosivladung zunähmen.

„Diese Größenordnungen sind eigentlich nach den vorgeschrieben Normen nur der Handhabung von Feuerwerkern oder spezialisierten Pyrotechnikern vorbehalten“, sagte Förster. Unsachgemäßer Umgang oder fehlende Abschussvorrichtungen seien „eine riesige Gefahr für den Einzelnen und die Allgemeinheit“.

In Deutschland zugelassene Pyrotechnik sei an einem CE-Zeichen mit Registriernummer zu erkennen. Bis Juli kommenden Jahres gelte übergangsweise auch noch die früher benutzte BAM-Zulassungsnummer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

In diesem Jahr seien in Sachsen bei Kontrollen im Bereich der tschechischen und polnischen Grenze bereits fast 3500 in Deutschland nicht zugelassene Feuerwerkskörper entdeckt worden - davon kamen mit 2160 die meisten aus Tschechien. „Als Schwerpunkt hat sich in den vergangenen Jahren die deutsch-tschechische Grenze herauskristallisiert“, sagte Förster.

Insgesamt gab es von Januar bis Ende Oktober 94 Feststellungen. Damit liege man im Vergleich zum Vorjahr „auf einem gleichbleibend hohem Niveau“, so Förster. „Überwiegend handelt es sich um Täter, die die verbotene Pyrotechnik für den privaten Gebrauch nutzen. Das spiegelt sich vor allem in den aufgefundenen Mengen wieder. Sofern größere Mengen festgestellt werden, ermittelt die Bundespolizei auch in Richtung eines illegalen Vertriebs.“ Immer häufiger werde illegale Pyrotechnik auch online bezogen. „Bestellung über das Internet und Lieferung per Paketsendungen sind keine Seltenheit mehr.“

Für eine abschließende Bilanz sei es aber noch zu früh. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die illegale Einfuhr in den letzten Wochen des Jahres deutlich zulegten. „Vor dem Hintergrund der immensen Gefahren dieser Erzeugnisse, stellt die Verhinderung der Einfuhr von verbotener Pyrotechnik gerade zum Jahreswechsel einen Schwerpunkt für die Bundespolizei an der Grenze, aber auch in der Präventionsarbeit dar.“

Gerade an Grenzübergängen mit einschlägigen Märkten im Nachbarstaat hätten die Fahnder einen „guten Riecher“ und potenzielle Käufer illegaler Böller derzeit fest im Blick. Förster warnt: „Der Kauf und die Einfuhr von nicht zugelassener Pyrotechnik ist kein Kavaliersdelikt und wird konsequent verfolgt.“ Es gehe aber auch darum, Schicksale zu verhindern, „welche durch schwere Verletzungen hervorgerufen werden und für das ganze Leben prägen“.

dpa

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