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Mitteldeutschland Braunkohle-Aktivist in Görlitz vor Gericht
Region Mitteldeutschland Braunkohle-Aktivist in Görlitz vor Gericht
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16:32 12.07.2016
Demonstranten gegen den Braunkohleabbau in der Lausitz. Quelle: dpa
Görlitz

Mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag vor dem Amtsgericht Görlitz der Prozess gegen einen mutmaßlichen Braunkohle-Aktivisten begonnen. Vor den Zuschauern im Gerichtssaal wurden die Personalien aufgenommen. Dem 27-Jährigen wird die Störung öffentlicher Betriebe in besonders schwerem Fall sowie Hausfriedensbruch vorgeworfen. Er soll sich Pfingsten an den Protesten gegen den Braunkohle-Abbau in der Lausitz beteiligt und sich dafür an die Bahngleise für den Kohletransport gekettet haben. Damit habe er wissentlich dazu beigetragen, dass die Stromerzeugung aus dem Kraftwerk gedrosselt werden musste, so die Anklage.

Der 27-Jährige, der seit 19. Mai in Untersuchungshaft sitzt, äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Allerdings gab er seine Personalien an. Demnach stammt der 27-Jährige aus Graz in Österreich. Im Juni hatte das Amtsgericht Cottbus eine Braunkohle-Gegnerin, die sich ebenfalls an Protesten beteiligt hatte, zu zwei Monaten Haft verurteilt. Für Aufsehen sorgte der Fall, weil die Frau Angaben zu ihren Personalien verweigerte.

Vor dem Amtsgericht Görlitz hatten sich kurz vor Beginn der Verhandlung knapp zwei Dutzend Braunkohle-Gegner des Bündnisses „Ende Gelände“ versammelt und mit Spruchbändern und lauten Rufen den Freispruch des Aktivisten gefordert.

dpa

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