Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Borkenkäferbefall in Wäldern nimmt stark zu
Region Mitteldeutschland Borkenkäferbefall in Wäldern nimmt stark zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 28.08.2017
Baumrinde mit Spuren des Borkenkäfers Quelle: Oliver Berg/dpa
Anzeige
Pirna/Graupa

In Sachsen breiten sich die Borkenkäfer immer weiter aus. Bis Ende Juli 2017 wurden in den Wäldern deutlich mehr Bäume befallen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei rund 22.000 Kubikmetern Holz seien die Schädlinge festgestellt worden, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst im Pirnaer Ortsteil Graupa mit. In den ersten sieben Monaten 2016 seien es nur rund 6000 Kubikmeter gewesen.

Der Schwerpunkt des Befalls durch Buchdrucker liegt den Angaben zufolge im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wo fast 14 000 Kubikmeter Holz betroffen sind. Im vergangenen Jahr waren es weniger als 2000 Kubikmeter.

Ebenfalls einen deutlich Anstieg gab es im Landkreis Mittelsachsen, wo gut 2000 Kubikmeter mit Borkenkäferbesatz festgestellt wurden (2016: unter 1000 Kubikmeter). In geringerem Maße waren auch alle anderen Landkreise betroffen. „Nach den bisherigen Erfahrungen ist im August im Vergleich zu den Vormonaten mit einem weiteren Anstieg des erkannten Befalls zu rechnen“, hieß es. Meist werde dann auch der Höhepunkt neuen Befalls erreicht.

Die Borkenkäfer bohren Löcher in die Rinde oder das Holz von Bäumen, um dort ihre Eier abzulegen. Bei starkem Befall kann der ganze Baum absterben, bei leichterem Befall wird zumindest der Wert des Holzes gemindert. Am häufigsten betroffen sind Fichten, aber auch Kiefern sind Ziel der Schädlinge.

Noch keine Aussagen sind laut Sachsenforst bei der weiteren Entwicklung der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners möglich. Zwar wurden auch in diesem Jahr im Landkreis Nordsachsen und in der Stadt Dresden Gespinste oder Raupen gefunden. Zudem wurden Anfang August die ersten Falter in Nordsachsen gefangen. Wie stark die Ausbreitung voranschreitet, ist jedoch noch unklar.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Blindflug zur nächsten Flutkatastrophe? Experten schlagen Alarm: Der Deutsche Wetterdienst will bis 2021 alle meteorologischen Stationen nur noch automatisch betreiben. Klimaschützer und Grüne fürchten Auswirkungen auf Hochwasser-Prognosen.

28.08.2017

In Sachsen gibt es derzeit 481 Wachpolizisten. Nach Angaben des Innenministeriums sind 80 Prozent von ihnen in Dresden, Leipzig und Chemnitz im Einsatz. Das Projekt ist im Verzug: Eigentlich sollten schon 550 Stellen besetzt sein.

27.08.2017

Suchtprobleme gebe es nicht nur bei illegalen Drogen, erklärte Thüringens Ministerpräsident Bodo (Die Linke) sinngemäß am Samstag. Zuvor hatte die CDU in Thüringen den Regierungschef für die Drogenpolitik im Land kritisiert. Auslöser waren Aufkleber, die einer junge Frau beim Drogenmissbrauch zeigen.

26.08.2017
Anzeige