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Borkenkäferbefall in Wäldern nimmt stark zu

Sachsenforst Borkenkäferbefall in Wäldern nimmt stark zu

Der Borkenkäfer richtet in sächsischen Wäldern große Schäden an. Bis Ende Juli waren bereits rund 22.000 Kubikmeter Holz betroffen. Und das dürfte noch nicht alles sein. Die Borkenkäfer bohren Löcher in die Rinde oder das Holz von Bäumen, um dort ihre Eier abzulegen. Bei starkem Befall kann der ganze Baum absterben.

Baumrinde mit Spuren des Borkenkäfers

Quelle: Oliver Berg/dpa

Pirna/Graupa. In Sachsen breiten sich die Borkenkäfer immer weiter aus. Bis Ende Juli 2017 wurden in den Wäldern deutlich mehr Bäume befallen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei rund 22.000 Kubikmetern Holz seien die Schädlinge festgestellt worden, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst im Pirnaer Ortsteil Graupa mit. In den ersten sieben Monaten 2016 seien es nur rund 6000 Kubikmeter gewesen.

Der Schwerpunkt des Befalls durch Buchdrucker liegt den Angaben zufolge im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wo fast 14 000 Kubikmeter Holz betroffen sind. Im vergangenen Jahr waren es weniger als 2000 Kubikmeter.

Ebenfalls einen deutlich Anstieg gab es im Landkreis Mittelsachsen, wo gut 2000 Kubikmeter mit Borkenkäferbesatz festgestellt wurden (2016: unter 1000 Kubikmeter). In geringerem Maße waren auch alle anderen Landkreise betroffen. „Nach den bisherigen Erfahrungen ist im August im Vergleich zu den Vormonaten mit einem weiteren Anstieg des erkannten Befalls zu rechnen“, hieß es. Meist werde dann auch der Höhepunkt neuen Befalls erreicht.

Die Borkenkäfer bohren Löcher in die Rinde oder das Holz von Bäumen, um dort ihre Eier abzulegen. Bei starkem Befall kann der ganze Baum absterben, bei leichterem Befall wird zumindest der Wert des Holzes gemindert. Am häufigsten betroffen sind Fichten, aber auch Kiefern sind Ziel der Schädlinge.

Noch keine Aussagen sind laut Sachsenforst bei der weiteren Entwicklung der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners möglich. Zwar wurden auch in diesem Jahr im Landkreis Nordsachsen und in der Stadt Dresden Gespinste oder Raupen gefunden. Zudem wurden Anfang August die ersten Falter in Nordsachsen gefangen. Wie stark die Ausbreitung voranschreitet, ist jedoch noch unklar.

dpa

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