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Billigkredite für Familien, die bauen wollen

Darlehen Billigkredite für Familien, die bauen wollen

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) kommt nicht allzu häufig das Verkünden guter Botschaften zu. Deshalb genoss er seine Zweit-Funktion als Bauminister gestern sichtlich: „Es sind ein paar schöne Dinge“, leitete Ulbig die Präsentation der Kabinettsbeschlüsse zum Familienwohnen, zur sozialen Integration und zur Städtebauförderung ein.

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Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) kommt nicht allzu häufig das Verkünden guter Botschaften zu. Deshalb genoss er seine Zweit-Funktion als Bauminister gestern sichtlich: „Es sind ein paar schöne Dinge“, leitete Ulbig die Präsentation der Kabinettsbeschlüsse zum Familienwohnen, zur sozialen Integration und zur Städtebauförderung ein. Allesamt millionenschwere Maßnahmen, „um die Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu stärken“ – und das insbesondere in ländlichen Regionen. Hier die drei Beschlüsse im Überblick.

Familienwohnen: „Wir wollen die Eigentumsquote steigern“, machte Ulbig klar – und genau dafür soll eine neue Richtlinie sorgen, von der künftig Familien profitieren können. Ab Mitte März kann bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) ein zinsgünstiger Kredit (0,75 Prozent pro Jahr, auf 25 Jahre festgeschrieben) beantragt werden, wenn Familien ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung erwerben, bauen oder instandsetzen wollen. Voraussetzung ist mindestens ein Kind unter 18 Jahren. Die Darlehenshöhe beträgt maximal 50 000 Euro pro Kind. Zudem dürfen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden: 60 000 Euro pro Jahr bei Alleinstehenden, 100 000 Euro pro Jahr bei Ehegatten oder Lebenspartnern. Dieser Betrag erhöht sich für jedes Kind, für das der Antragsteller Kindergeld erhält und das in seinem Haushalt lebt, um 10 000 Euro. Eine vierköpfige Familie könnte also beispielsweise bis zu 120 000 Euro des zinsgünstigen Kredits erhalten. Der Freistaat Sachsen stellt dafür bis Ende 2018 insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung. „Familien, besonders in kleinen Gemeinden, sollen Wohnraum schaffen“, gab Ulbig als Ziel vor.

Die Sächsische Aufbaubank ist unter der Telefonnummer 0351/49100 zu ereichen und unter ww.sab.sachsen.de

Soziale Integration: Das Programm ziele darauf ab, durch Investitionen Orte der Integration und des sozialen Zusammenhalts zu schaffen, sagt der Innenminister. Sprich, es geht beispielsweise um Stadtteilzentren und sogenannte Gemeinbedarfseinrichtungen, also Treffpunkte in bestimmten Gebieten. Dafür stehen in diesem Jahr 11,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kommunen können sich noch bis 3. März bei der SAB bewerben. Wichtig sei, stellte Ulbig klar, dass – anders als bei der Städtebauförderung – keine Gesamtmaßnahmen, sondern Einzelprojekte unterstützt werden: „Es geht um soziale Integration vor Ort.“

Städtebauförderung: An dieser Stelle legen der Bund und der Freistaat Sachsen gemeinsam nach: Mit 154,7 Millionen Euro stehen insgesamt 22 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr zur Verfügung. Davon entfallen unter anderem auf den Stadtumbau 71,7 Millionen Euro, auf den Denkmalschutz 41,2 Millionen Euro und für die „Aktiven Stadt- und Ortsteilzentren“ 13,2 Millionen Euro. Aktuell liegen bereits Anträge von 118 Kommunen – von allen drei Großstädten und 44 Mittelzentren sowie 71 Gemeinden im ländlichen Raum – vor, die 200 Fördergebiete umfassen. „Es sollen Ankerpunkte gerade im ländlichen Raum geschaffen oder erhalten werden“, erklärte Ulbig. Gefördert werden unter anderem die Sanierung des Schlosses Hartenfels und Rathauses in Torgau, der historischen Altstadt in Freiberg und des Marktes im vogtländischen Adorf.

Von Andreas Debski

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