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Mitteldeutschland Bilanz der IMK in Leipzig: 2000 Polizisten und 48.000 Einsatzstunden
Region Mitteldeutschland Bilanz der IMK in Leipzig: 2000 Polizisten und 48.000 Einsatzstunden
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12:23 10.01.2018
Die Teilnehmer der Innenministerkonferenz (IMK) Anfang Dezember 2017 in der Meyerschen Villa in Leipzig.   Quelle: Sächsisches Innenministerium
Leipzig

Einige Leipziger sprachen von einer Festung, die Anfang Dezember in der Messestadt errichtet wurde. Zur Innenministerkonferenz (IMK) am 7. und 8. Dezember gab es zumindest zahlreiche Sperrzonen im Stadtgebiet, waren temporär ganze Quartiere vom Verkehrsfluss abgekoppelt. Nun liegen erstmals konkrete Zahlen vor, wie viele Beamte rings um das Treffen auf Einladung von Sachsens Ex-Innenminister Marcus Ulbig (CDU) tatsächlich im Einsatz waren. Der Landtagsabgeordnete Enrico Stange (Linke) hat bei Ulbigs Amtsnachfolger Roland Wöller (CDU) nachgehakt.

Wöller listet auf, dass die Tagung von insgesamt 2245 Polizisten begleitet wurde. Allein für die Durchführungen des Treffens waren mehr als 48.000 Arbeitsstunden abgerechnet worden. Nur ein Teil der notwendigen Kräfte konnte dabei in der Messestadt akquiriert werden. Zur Unterstützung der etwa 1000 Beamten von PD Leipzig und Bereitschaftspolizei wurden zwischen 5. und 8. Dezember auch Kollegen aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig.-Holstein, Thüringen sowie von den Dienststellen aus Chemnitz, Dresden, Görlitz und Zwickau nach Leipzig beordert.

Zwei Monate mit Sicherheits-Planungen

Die Vorbereitung der Tagung begann indes bereits Anfang Oktober mit drei Leipziger Polizisten, die sich seither komplett dem Thema widmeten. Nach und nach kam dann Unterstützung hinzu, bis Mitte November war die Zahl der Vollzeit-Stellen für das IMK-Treffen auf zehn angewachsen. Zudem habe es weitere Kollegen gegeben, die während ihrer normalen Dienstzeit Aufgaben übernommen hätten, schreibt Wöller weiter. Allerdings ohne, dass diese statistisch erfasst wurden. Auch bei den Protesten rings um das Treffen seien möglicher Weise noch Kollegen im Einsatz gewesen, die letztlich nicht erfasst wurden.

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Die eigentliche Tagung der Innenminister aus Bund und Ländern hatte am 7. und 8. Dezmeber in der Kongresshalle am Zoo stattgefunden. Darüber hinaus standen allerdings unter anderem auch eine Stadtführung mit Gastgeber Ulbig, ein Abendessen im Auerbachs Keller in der Innenstadt sowie einen Besuch des Club International auf der Käthe-Kollwitz-Straße in der Leipziger Westvorstadt auf dem Programm. Die Bereiche mussten dafür weiträumig abgeriegelt werden – zahlreiche Staus im Berufsverkehr waren die Folge. Am Rand der Konferenz fanden am Abend des 7. Dezembers auch zwei Demonstrationen statt, die friedlich verliefen.

Nach Abschluss der IMK hatte Ex-Innenminister Ulbig die Wahl der Veranstaltungsorte gegenüber LVZ.de verteidigt und dabei Parallelen zur Leipziger Olympia-Bewerbung gezogen: „Die Tagungsmöglichkeiten in Leipzig waren einfach ideal. Ich habe immer gesagt, das wird die IMK der kurzen Wege werden“, so der Unionspolitiker.

Von Matthias Puppe

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