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Mitteldeutschland Auschwitz-Komitee kritisiert Dresdner Staatsanwaltschaft
Region Mitteldeutschland Auschwitz-Komitee kritisiert Dresdner Staatsanwaltschaft
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13:37 02.03.2017
Unter anderem hatte Höcke mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Quelle: dpa
Berlin

Das Internationale Auschwitz-Komitee hat die Einstellung der Volksverhetzungs-Ermittlungen gegen den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke als „skandalös“ bezeichnet. Mit „steigender Irritation und Fassungslosigkeit“ hätten Überlebende des Holocaust auf die Entscheidung reagiert, sagte Komitee-Vizepräsident Christoph Heubner am Donnerstag in Berlin.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sie die Ermittlungen wegen Höckes Dresdner Rede von Mitte Januar eingestellt hat. Weder der Verdacht auf Volksverhetzung noch auf Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener hätten sich bestätigt. Unter anderem hatte Höcke mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

Heubner sagte für das Auschwitz-Komitee: „Auch diese Fehlentscheidung wird Rechtsextreme ermutigen, die Demokratie und ihre Denkmäler der Lächerlichkeit preiszugeben und Überlebende des Holocaust als Zeitzeugen zu beleidigen und zu diskreditieren.“ Ihre Agitatoren dürften in Sachsen „auf rechtsfreie Räume und eine allzu nachsichtige Staatsanwaltschaft hoffen“.

dpa

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