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Aufregung um Schülerprojekt mit Innenminister de Maiziere

Aufregung um Schülerprojekt mit Innenminister de Maiziere

Ein Planspiel von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) mit Schülern in Berlin sorgt für Aufregung im Internet. In der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen wurden auch Argumente gesammelt, warum man sich nicht an Demos gegen Neonazi-Aufmärsche beteiligen sollte.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) mit Schülern in der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen

Quelle: dpa

Dresden/Berlin. Ein Planspiel von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) mit Schülern in Berlin sorgt für Aufregung im Internet. In der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen hatte der Minister am Montag zusammen mit Schülern an einem Planspiel im Rahmen des Projektes „Linke Militanz in Geschichte und Gegenwart. Aufklärung gefährdeter Jugendlicher über Linksextremismus und Gewalt“ teilgenommen. Dabei hatte der Minister zusammen mit den Schülern auch Argumente gesammelt, warum man sich nicht an Demos gegen Neonazi-Aufmärsche beteiligen sollte.

Von einem „Schlag ins Gesicht aller, die sich gegen Rechtspopulismus, gegen Nazis und gegen rechte Gewalt engagieren“, spricht die Dresdner Juso-Vorsitzende Sophie Koch. Initiativen wie „Bildung statt Rassismus“ erinnerten daran, dass es gerade das breite linke Engagement war, das die Neonazi-Aufmärsche rund um den 13. Februar in Dresden nachhaltig zurückdrängte. Auch zahlreiche User schimpften, der Minister ziehe im Wahlkampf das gesellschaftliche Engagement gegen Rechtsextreme in den Dreck.

Das Bundesinnenministerium sprach am Dienstag von einer „grob verzerrenden Einschätzung der Situation“. Die dargestellte Situation sei lediglich eine Diskussion innerhalb eines Rollenspieles gewesen. Darin seien drei Optionen zur Debatte gestellt worden. Eine Gegendemo zur Not mit Gewalt, eine friedliche Gegendemo und drittens eben gar keine Gegendemo. De Maiziere habe vor den Schülern keine der drei Positionen eingenommen und auch keinen der Teilnehmer von einer der drei Optionen überzeugen wollen.

„Mein Besuch heute hier in Hohenschönhausen diente dazu die präventive Arbeit gegen Linksextremismus in den Mittelpunkt zu stellen“, hatte der Minister nach dem Termin erklärt. Es dürfe nichts verharmlost werden. Deutschland habe auch mit linken Extremisten ein Problem.

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