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Anzeige wegen Volksverhetzung gegen AfD-Richter Jens Maier

Tweet gegen Noah Becker Anzeige wegen Volksverhetzung gegen AfD-Richter Jens Maier

Nach dem rassistischen Tweet gegen den Sohn von Boris Becker droht dem AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier nun juristischer Ärger von mehreren Seiten.  Zum einen geht die Familie Becker per Anwalt gegen Maier vor. Zudem ging am Freitag eine Anzeige wegen Volksverhetzung bei der Dresdner Staatsanwaltschaft ein.

Nach dem rassistischen Tweet gegen den Sohn von Boris Becker droht dem AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier nun juristischer Ärger von mehreren Seiten. 

Quelle: dpa

Dresden. Nach dem rassistischen Tweet gegen den Sohn von Boris Becker droht dem AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier nun juristischer Ärger von mehreren Seiten.  Zum einen geht die Familie Becker per Anwalt gegen Maier vor. Zudem ging am Freitag eine Anzeige wegen Volksverhetzung bei der Dresdner Staatsanwaltschaft ein, die den DNN vorliegt.

„Ich sehe als Jude eine totale Analogie zur Terminologie der Nazis“, erklärte der Anzeigenerstatter gegenüber den DNN. Auf Maiers Twitter-Account wurde Beckers Sohn Noah als „kleinen Halbneger“ bezeichnet. Das sei nahezu deckungsgleich mit der Nazi-Bezeichnung von“ Jude“ und „Halbjude“, so der 63-Jährige, der Maier nun angezeigt hat.

Zudem geht die Familie Becker juristisch gegen Maier vor. Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser sagte der Bild-Zeitung: „Ich bin jetzt beauftragt, unverzüglich die erforderlichen straf- und zivilrechtlichen Schritte gegen Herrn Jens Maier, MdB, wegen dieser eindeutig rassistischen Twitter-Nachricht zu ergreifen.“

Jens Maier, vor der Wahl in den Bundestag Richter am Dresdner Landgericht, will den rassistischen Tweet nicht selbst verfasst haben. Er erklärte via Twitter, dass ein Mitarbeiter Schuld sei. Den Tweet selbst hatte Twitter wenig später gelöscht.

Der umstrittene Dresdner AfD-Bundestagstagsabgeordnete Jens Maier will sich nun nach dem rassistischen „Halbneger“-Tweet bei Noah Becker entschuldigen. „Herr Maier möchte sich ausdrücklich bei Herrn Becker entschuldigen und bedauert den Vorfall sehr“, sagte der stellvertretende sächsische Landesvorsitzende Siegbert Droese am Freitag in Leipzig. Ob die Entschuldigung bereits erfolgt sei, könne er aber auch aufgrund einer Erkrankung Maiers nicht sagen.

S. Lohse/dpa

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