Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Anzeige wegen Volksverhetzung gegen AfD-Richter Jens Maier
Region Mitteldeutschland Anzeige wegen Volksverhetzung gegen AfD-Richter Jens Maier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:01 05.01.2018
Nach dem rassistischen Tweet gegen den Sohn von Boris Becker droht dem AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier nun juristischer Ärger von mehreren Seiten.  Quelle: dpa
Dresden

Nach dem rassistischen Tweet gegen den Sohn von Boris Becker droht dem AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier nun juristischer Ärger von mehreren Seiten.  Zum einen geht die Familie Becker per Anwalt gegen Maier vor. Zudem ging am Freitag eine Anzeige wegen Volksverhetzung bei der Dresdner Staatsanwaltschaft ein, die den DNN vorliegt.

„Ich sehe als Jude eine totale Analogie zur Terminologie der Nazis“, erklärte der Anzeigenerstatter gegenüber den DNN. Auf Maiers Twitter-Account wurde Beckers Sohn Noah als „kleinen Halbneger“ bezeichnet. Das sei nahezu deckungsgleich mit der Nazi-Bezeichnung von“ Jude“ und „Halbjude“, so der 63-Jährige, der Maier nun angezeigt hat.

Zudem geht die Familie Becker juristisch gegen Maier vor. Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser sagte der Bild-Zeitung: „Ich bin jetzt beauftragt, unverzüglich die erforderlichen straf- und zivilrechtlichen Schritte gegen Herrn Jens Maier, MdB, wegen dieser eindeutig rassistischen Twitter-Nachricht zu ergreifen.“

Jens Maier, vor der Wahl in den Bundestag Richter am Dresdner Landgericht, will den rassistischen Tweet nicht selbst verfasst haben. Er erklärte via Twitter, dass ein Mitarbeiter Schuld sei. Den Tweet selbst hatte Twitter wenig später gelöscht.

Der umstrittene Dresdner AfD-Bundestagstagsabgeordnete Jens Maier will sich nun nach dem rassistischen „Halbneger“-Tweet bei Noah Becker entschuldigen. „Herr Maier möchte sich ausdrücklich bei Herrn Becker entschuldigen und bedauert den Vorfall sehr“, sagte der stellvertretende sächsische Landesvorsitzende Siegbert Droese am Freitag in Leipzig. Ob die Entschuldigung bereits erfolgt sei, könne er aber auch aufgrund einer Erkrankung Maiers nicht sagen.

S. Lohse/dpa

Die sächsische Staatsregierung ist über mögliche Änderungen hinsichtlich des geplanten Umzugs des Feinkostherstellers Homann vom niedersächsischen Dissen nach Leppersdorf in Sachsen informiert.

12.04.2018

Laut Gesundheitsamt lagen die Fallzahlen bei Influenza- und Noroviren in den vergangenen Wochen in Leipzig deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Wer sich schützen will, sollte richtiges Händewaschen lernen.

05.01.2018

Kurz vor Beginn der Sondierungsgespräche von Union und SPD hat Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eine „Innovationskoalition“ im Bund gefordert. „Wir brauchen neue Antworten auf die Fragen, wovon wir in Zukunft in Deutschland leben wollen“, sagte er.

05.01.2018