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Anklage verlangt Haftstrafen im Prozess um Angriffe auf Volksfest

Polenz Anklage verlangt Haftstrafen im Prozess um Angriffe auf Volksfest

Wegen brutaler Angriffe auf Ausländer bei einem Volksfest in der Sächsischen Schweiz vor gut einem Jahr sollen drei Rechtsradikale hinter Gitter. Im Prozess gegen die Männer am Dresdner Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Freitag teils hohe Freiheitsstrafen gefordert.

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Wegen brutaler Angriffe auf Ausländer bei einem Volksfest in der Sächsischen Schweiz vor gut einem Jahr sollen drei Rechtsradikale hinter Gitter.

Quelle: dpa

Dresden. Wegen brutaler Angriffe auf Ausländer bei einem Volksfest in der Sächsischen Schweiz vor gut einem Jahr sollen drei Rechtsradikale hinter Gitter. Im Prozess gegen die Männer am Dresdner Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Freitag teils hohe Freiheitsstrafen gefordert. Für den Hauptangeklagten verlangte sie zwölf Jahre wegen versuchten Mordes. Der 33-Jährige habe die schon wehrlos am Boden liegenden Opfer weiter mit einem Bierkrug auf den Kopf geschlagen und tödliche Verletzungen in Kauf genommen, begründete Staatsanwältin Sandra David im Plädoyer.

Sie sah es als erwiesen an, dass er aus Ausländerhass am 18. Juni 2016 zur Sonnenwendfeier im Neustädter Ortsteil Polenz zwei Bulgaren und später mit den Anderen zusammen einen vermeintlichen Rumänen diffamiert, brutal attackiert und teils schwer verletzt hat. Für die 24 und 39 Jahre alten Mitangeklagten forderte David zwei Jahre und neun Monate sowie zwei Jahre und vier Monate wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter Strafvereitelung.

Die Verteidiger plädierten auf fünf bis sechs Jahre Haft für den 33-Jährigen, der in Untersuchungshaft ist, sowie Bewährungsstrafen von zwei Jahren und ein Jahr für die Anderen. Die Beschuldigten hatten zu den Vorwürfen geschwiegen. Nach den Plädoyers erklärte der 33-Jährige, dass ihm das mit dem Bierkrug leid tue und entschuldigte sich „bei allen“. Die Urteile werden am 1. September verkündet.

dpa

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