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Anklage gegen Leipziger Hells Angel erst im kommenden Jahr

Tödliche Schüsse Anklage gegen Leipziger Hells Angel erst im kommenden Jahr

Die Anklage gegen ein Mitglied der Leipziger Hells Angels wegen der tödlichen Schüsse auf einen Rocker der United Tribuns wird erst im kommenden Jahr fertig sein. Derzeit liefen die Ermittlungen zu dem Fall noch, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz von der Leipziger Staatsanwaltschaft.

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Polizisten stehen am 26.06.2016 in Leipzig (Sachsen) vor dem Klubhaus des Motorradclubs 'Hells Angels'.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Anklage gegen ein Mitglied der Leipziger Hells Angels wegen der tödlichen Schüsse auf einen Rocker der United Tribuns wird erst im kommenden Jahr fertig sein. Derzeit liefen die Ermittlungen zu dem Fall noch, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz von der Leipziger Staatsanwaltschaft. Der Beschuldigte sitzt seit den Schüssen am 25. Juni in der Eisenbahnstraße in Untersuchungshaft.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen den verfeindeten Rockergruppen soll der damals 30 Jahre alte Hells Angel mehrere Schüsse auf Mitglieder der United Tribuns abgegeben haben. Dabei wurde ein 27-Jähriger getötet, zwei weitere Männer wurden zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar nach dem Vorfall löste sich das Leipziger Charter der Hells Angels auf. Es wurde vermutet, dass die Rocker damit einem möglicherweise drohenden Vereinsverbot zuvorkommen wollten. Dann hätte unter Umständen der Entzug von Vermögen gedroht, also auch der teuren Motorräder der Hells Angels.

Hells Angels, United Tribuns, Red Devils: Wie tickt Sachsens Rocker-Szene?

Im September veranstalteten die United Tribuns des Leipziger Ablegers „Iron City“ einen Trauermarsch für den getöteten 27-Jährigen. Rund 200 Mitglieder der Gang beteiligten sich daran. Die Stadt hatte bei der Genehmigung des Trauermarsches das Tragen von Kutten und Symbolen des Clubs verboten.

Unmittelbar nach den tödlichen Schüsse war ein Rockerkrieg in Leipzig befürchtet worden. Die Stadt verhängte ein vorübergehendes Einreiseverbot auswärtiger Motorradclubs, das von der Polizei durchgesetzt wurde.

dpa

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