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Mitteldeutschland Angriffe auf Volksfest in Neustadt: Rechtsradikale vor Gericht
Region Mitteldeutschland Angriffe auf Volksfest in Neustadt: Rechtsradikale vor Gericht
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17:25 17.04.2017
Die Männer stehen im Verdacht, am 18. Juni 2016 bei der Sonnenwendfeier im Neustädter Ortsteil Polenz zwei Bulgaren und einen Rumänen brutal zusammengeschlagen zu haben. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden

Neun Monate nach den brutalen Angriffen auf Ausländer bei einem Volksfest in Neustadt (Sächsische Schweiz) beginnt der Prozess. Drei Rechtsradikale müssen sich von Donnerstag an vor der 1. Strafkammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Der 33 Jahre alte Haupttäter ist nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angeklagt. Seinen mutmaßlichen Komplizen, 24 und 38 Jahre alt, wird gefährliche Körperverletzung und dem Älteren zudem ebenfalls das Verwenden verfassungswidriger Zeichen vorgeworfen.

Die Männer stehen im Verdacht, am 18. Juni 2016 bei der Sonnenwendfeier im Neustädter Ortsteil Polenz zwei Bulgaren und einen Rumänen brutal zusammengeschlagen zu haben - aus ausländerfeindlichen Motiven. Dabei schlugen und traten sie ihre Opfer noch, als diese bereits wehrlos am Boden lagen, wie der Gerichtssprecher schilderte. Sie wurden teilweise schwer verletzt.

Der 33-Jährige habe den Tod eines der Männer billigend in Kauf genommen. Neben übelsten Beschimpfungen habe er auch den Hitlergruß gezeigt und - wie der 38-Jährige - „Sieg Heil“ oder „Heil Hitler“ gerufen. Der Beschuldigte ist seit Ende Juni 2016 in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind insgesamt zehn Verhandlungstage bis Mitte Juni geplant.

dpa

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