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AfD-Vorsitzende Petry bekräftigt Führungsanspruch ihrer Partei

Machtkampf AfD-Vorsitzende Petry bekräftigt Führungsanspruch ihrer Partei

AfD-Chefin Frauke Petry geht davon aus, dass sie ihre Partei auch in Zukunft führen wird. „Wer soll es denn sonst machen?“, sagt Petry in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“.

fD-Chefin Frauke Petry

Quelle: Andre Kempner

Berlin/Dresden. AfD-Chefin Frauke Petry geht davon aus, dass sie ihre Partei auch in Zukunft führen wird. „Wer soll es denn sonst machen?“, sagt Petry in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“.

„Wenn Sie schauen, wer mit der AfD in der Öffentlichkeit in Verbindung gebracht wird, wie stark die Partei letztlich Repräsentationsfiguren braucht und wie sehr ich mich eingesetzt habe“, dann könne es keine Zweifel an ihrer Führungsposition in der AfD geben, so die 42-Jährige.

Unter den persönlichen Anfeindungen der vergangenen Monate habe sie „gelitten“, sagt Petry weiter. „Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch, und in manchen Situationen zeige ich eben Gefühle“, sagt sie mit Blick auf ihre Tränen auf mehreren Parteitagsbühnen. „Wer mich kennt, weiß aber auch, dass ich nicht so leicht aufgebe.“

Petry fürchtet, dass Teile der AfD in den Rechtsextremismus gekippt seien: „Das werden wir nach der Wahl klären müssen. Es gibt da eine Eigendynamik, die durch zu langes Warten in Gang gesetzt worden ist.“ Die AfD brauche nun „eine starke Führung“. Wenn sich bereits der Verfassungsschutz bereits zu einigen Personen in der AfD geäußert hat, müsse das für alle in der Partei ein Alarmsignal sein.

In der absehbaren Anklage wegen Meineids sieht Petry keinen Rücktrittsgrund: „An der Sache ist nichts dran.“ Sie sei froh, dass der Prozess ihr die Möglichkeit gebe, zu den „Vorwürfen endlich öffentlich Stellung zu nehmen“.

Und auch Privates spart Petry nicht aus. Sie fürchte nicht, dass sich ihr Junge eines Tages dafür schämen könnte, von seiner Mutter für ein AfD-Wahlplakat benutzt worden zu sein: „Ich glaube, er würde sich eher schämen, wenn ich nicht versucht hätte zu verhindern, dass er als Fremder unter Fremden in einem Niemandsland aufwachsen muss.“

Von DNN

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