Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland AfD-Vorsitzende Petry bekräftigt Führungsanspruch ihrer Partei
Region Mitteldeutschland AfD-Vorsitzende Petry bekräftigt Führungsanspruch ihrer Partei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 19.08.2017
Quelle: dpa
Berlin/Dresden

AfD-Chefin Frauke Petry geht davon aus, dass sie ihre Partei auch in Zukunft führen wird. „Wer soll es denn sonst machen?“, sagt Petry in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“.

„Wenn Sie schauen, wer mit der AfD in der Öffentlichkeit in Verbindung gebracht wird, wie stark die Partei letztlich Repräsentationsfiguren braucht und wie sehr ich mich eingesetzt habe“, dann könne es keine Zweifel an ihrer Führungsposition in der AfD geben, so die 42-Jährige.

Unter den persönlichen Anfeindungen der vergangenen Monate habe sie „gelitten“, sagt Petry weiter. „Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch, und in manchen Situationen zeige ich eben Gefühle“, sagt sie mit Blick auf ihre Tränen auf mehreren Parteitagsbühnen. „Wer mich kennt, weiß aber auch, dass ich nicht so leicht aufgebe.“

Petry fürchtet, dass Teile der AfD in den Rechtsextremismus gekippt seien: „Das werden wir nach der Wahl klären müssen. Es gibt da eine Eigendynamik, die durch zu langes Warten in Gang gesetzt worden ist.“ Die AfD brauche nun „eine starke Führung“. Wenn sich bereits der Verfassungsschutz bereits zu einigen Personen in der AfD geäußert hat, müsse das für alle in der Partei ein Alarmsignal sein.

In der absehbaren Anklage wegen Meineids sieht Petry keinen Rücktrittsgrund: „An der Sache ist nichts dran.“ Sie sei froh, dass der Prozess ihr die Möglichkeit gebe, zu den „Vorwürfen endlich öffentlich Stellung zu nehmen“.

Und auch Privates spart Petry nicht aus. Sie fürchte nicht, dass sich ihr Junge eines Tages dafür schämen könnte, von seiner Mutter für ein AfD-Wahlplakat benutzt worden zu sein: „Ich glaube, er würde sich eher schämen, wenn ich nicht versucht hätte zu verhindern, dass er als Fremder unter Fremden in einem Niemandsland aufwachsen muss.“

Von DNN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die 22-jährige Theresa Schultz war gerade in ihre neue Wohnung im nordsächsischen Schkeuditz eingezogen. Doch dann kurz nicht aufgepasst, sie schloss sich aus. Der herbeigerufene Schlüsseldienst verlangte schließlich satte 437,92 Euro – für letztlich eine Minute Arbeit.

19.08.2017

Ein 25 Jahre alter Syrer muss sich am Oberlandesgericht (OLG) in Dresden für seine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten. Der Mann soll für die islamistische Terrorgruppe Al-Nusra-Front gekämpft haben. Zumindest behauptet er das selbst - die Anschuldigungen beruhen auf den Aussagen des Mannes.

18.08.2017

Robe aus und Trikot an: 174 Richter und Staatsanwälte in Sachsen gehen derzeit einem Nebenjob nach. Nach Angaben des sächsischen Justizministeriums vom Freitag sind die meisten davon am Oberlandesgericht Dresden tätig (36). Danach folgen die Staatsanwaltschaften (35), Amtsgerichte (28) und Landgerichte (27). Allerdings befinden sie sich unter ihren Kollegen in der Minderheit.

18.08.2017