Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Adventszeit: Landeskriminalamt Sachsen warnt vor Taschendieben auf Weihnachtsmärkten
Region Mitteldeutschland Adventszeit: Landeskriminalamt Sachsen warnt vor Taschendieben auf Weihnachtsmärkten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:17 01.12.2016
In dem Gedränge auf den Weihnachtsmärkten fällt es Dieben oft leicht Beute zu machen. Quelle: xcitepress/ce
Anzeige
Dresden

Ob Festtagsbeleuchtung bestaunen, kleine Geschenke für die Angehörigen kaufen oder auch einfach gemütlich herumschlendern und einen Glühwein trinken - die stimmungsvollen Weihnachtsmärkte gehören für die meisten zum Weihnachtsfest dazu.

Doch hier ist Vorsicht gefragt: Denn in dem Gedränge tummeln sich auch viele Taschendiebe, die es auf die Wertsachen der Besucher abgesehen haben. In den großen Menschenmengen fällt den Opfern nämlich oft gar nicht auf, wenn die geschickten Langfinger ihnen Handys und Geldbeutel direkt aus den Taschen stehlen. Daher bieten Weihnachtsmärkte eine günstige Gelegenheit für Übergriffe.

Das Landeskriminalamt Sachsen empfiehlt den Besuchern von Weihnachtsmärkten darum ausdrücklich ein besonderes Auge auf ihrer Taschen zu haben.

Die Diebe gehen meistens arbeitsteilig in Teams von mindestens zwei Tätern vor. Während der eine ein Ablenkungsmanöver inszeniert, „zieht“ der andere unauffällig die Beute. Die Methoden sind vielfältig. Gezieltes Anrempeln, gespielte freundlichen Gesten bis hin zum „Nach-den-Weg-fragen“ sind nur wenige der vielen möglichen Schachzüge, um die Opfer zu bestehlen.

Allein in Sachsen wurden im vergangenen Jahr im Zeitraum vom 26. November 2015 bis 31. Dezember 2015 insgesamt 176 Diebstähle auf Weihnachtsmärkten registriert. Betroffen waren vor allem die Märkte der Großstädte Dresden, mit 49 gemeldeten Fällen, Leipzig, mit 80 Fällen sowie Chemnitz, mit 19 Fällen. Die Dunkelziffer ist höher und meist gelingt es nicht, die Diebstähle aufzuklären. Besonders in Leipzig mehrten sich die Diebstähle innerhalb der letzten drei Jahre: so wurden, nach Angaben des LKA, 2013 etwa 20 Übergriffe weniger verzeichnet. In Dresden waren die Zahlen hingegen nicht rückläufig.

Gelegentlich scheuen die Täter auch nicht zurück, Taschen gewaltsam zu entwenden oder Opfer und Zeugen beim Fluchtversuch anzugreifen. Insgesamt fünf derartige Fälle von Raubstraftaten wurden im vergangenen Jahr begangen.

Neben den Weihnachtsmärkten sind auch Kaufhäuser, öffentliche Verkehrsmittel oder Bahnhöfe potentielle Tatorte.

TIPPS zur Vorbeugung vom Taschendiebstahl

Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen.

Vermeiden Sie, dass Fremde beim Bezahlen Einblick in Ihre Geldbörse oder Brieftasche bekommen.

Achten Sie bewusst auf Ihre persönlichen Sachen,  besonders in dichtem  Gedränge.

Tragen Sie Geld, Scheck- und Kreditkarten, Handy, Schlüssel und Papiere in verschlossene Innentaschen Ihrer Kleidung.

Benutzen Sie Brustbeutel, Gürteltasche, Geldgürtel oder am Gürtel angekettete Geldbörse.

Verschließen Sie Hand- und Umhängetaschen und tragen Sie diese auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt.

Sollten Ihnen Zahlungskarten abhanden gekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, am besten telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.

Marie Zoe Vanherpe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Strafprozess gegen zwei frühere Vorstände der SachsenLB soll gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Leipzig beschloss am Donnerstag die vorläufige Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld.

01.12.2016

Es ist nichts Geringeres als ein Affront gegen Innenminister Markus Ulbig (CDU): Die sächsische SPD – immerhin Teil des Regierungsbündnisses mit der CDU – ruft eine eigene „Expertenkommission Innere Sicherheit“ ins Leben. Die Runde soll im Januar ihre Arbeit aufnehmen.

01.12.2016

Beim deutsch-polnischen Bahngipfel in Stettin fordert Sachsen von der Bundesregierung den raschen Ausbau der Strecke von Dresden nach Görlitz. Über sie soll in naher Zukunft Wrocław (Breslau) in deutlich kürzerer Zeit erreichbar sein.

30.11.2016
Anzeige