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2462 neue Grippe-Fälle in Sachsen in nur einer Woche

Gesundheit 2462 neue Grippe-Fälle in Sachsen in nur einer Woche

Die Grippe grassiert in Sachsen, Arztpraxen und Notfallambulanzen sind übervoll, vereinzelt ist es zu Massenansteckungen an Schulen und in Kindertagesstätten gekommen. Allein in der vergangenen Woche wurden 2462 neue Influenza-Erkrankungen gemeldet. Im Vergleich zu den letzten Jahre habe es einen solch großen Anstieg innerhalb einer Woche noch nie gegeben.

Die Grippe grassiert in Sachsen
 

Quelle: dpa

Dresden.  Die Grippe grassiert in Sachsen, Arztpraxen und Notfallambulanzen sind übervoll, vereinzelt ist es zu Massenansteckungen an Schulen und in Kindertagesstätten gekommen. Allein in der vergangenen Woche wurden 2462 neue Influenza-Erkrankungen gemeldet. Im Vergleich zu den Grippewellen der letzten Jahre habe es einen solch großen Anstieg innerhalb einer Woche noch nie gegeben, sagt Annett Hofmann vom Gesundheitsministerium in Dresden. Damit erhöht sich in der laufenden Saison (seit Oktober) die Zahl der registrierten Fälle auf 6217.

Der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) zufolge starben in diesem Winter bislang elf Sachsen an der Grippe. Zuletzt überlebten zwei Frauen (89 und 96 Jahre) aus dem Landkreis Görlitz die Virus-Erkrankung nicht. Das Durchschnittsalter aller Grippetoten in der aktuellen Saison betrage 87 Jahre. In den Vorjahren lag es zwischen 58 und 72 Jahren.

Die Zahl der Erkrankten ist vermutlich weit höher, als es die Statistik besagt. Denn erfasst werden nur die von den Laboren bestätigten Fälle. Jeder vierte Erkrankte ist zwischen 45 und 64 Jahren alt. Stark betroffen sind auch die 25- bis 44-Jährigen und die Sechs- bis Neunjährigen mit jeweils 16 Prozent Anteil.

Besonders hart erwischte es eine Schule im Landkreis Görlitz. Etwa die Hälfte der insgesamt 340 Schüler und 28 Lehrer ereilte eine „grippeähnliche“ Erkrankung, hieß es. Bei vier Schülern konnte der Influenza-Virus A nachgewiesen werden. Dieser Virus (H3N2) kursierte schon in vergangenen Saison und macht vor allem älteren Patienten zu schaffen. Außer in Schulen wurden in der vergangenen Woche auch kleinere Ausbrüche in Gesundheitseinrichtungen und in Kindertagesstätten gemeldet. Besonders viele Grippefälle gab es im Landkreis Nordsachsen, während der Vogtlandkreis bisher eher glimpflich davon gekommen ist.

In Thüringen wurden seit dem Beginn der Saison 2144 Influenza-Erkrankungen gemeldet. Davon allein 866 Fälle in der vergangenen Woche, wie das Erfurter Gesundheitsministerium mitteilt. Am stärksten betroffenen seien Jüngere bis 19 Jahre. Eine 82 Jährige starb in Thüringen an der Virus-Grippe.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin spricht in dieser Saison von einer „starken Grippewelle“. Allein in der vergangenen Woche seien bundesweit rund 14  000 bestätigte Fälle und 32 größere Ausbrüche aus den Laboren an die Ämter übermittelt worden. Damit sei die Gesamtzahl der Fälle auf 43 288 gestiegen. Die Erkrankung hat bisher zu 126 Todesfällen geführt. Zumeist waren die Patienten über 60 Jahre alt.

Über den weiteren Verlauf der Grippewelle könne nur spekuliert werden, heißt es aus dem Dresdner Gesundheitsministerium. Vieles spreche dafür, dass der Gipfel in Kürze erreicht sei. Allerdings halte sich der Erreger bei Kälte sehr gut.

Die Grippewelle hat in diesem Jahr wesentlich früher begonnen. Im vergangenen Winter waren landesweit mehr als 13 000 Menschen erkrankt und 15 gestorben.

Von Andreas Dunte

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