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174 Richter und Staatsanwälte in Sachsen haben einen Nebenjob

Nur 12 Prozent 174 Richter und Staatsanwälte in Sachsen haben einen Nebenjob

Robe aus und Trikot an: 174 Richter und Staatsanwälte in Sachsen gehen derzeit einem Nebenjob nach. Nach Angaben des sächsischen Justizministeriums vom Freitag sind die meisten davon am Oberlandesgericht Dresden tätig (36). Danach folgen die Staatsanwaltschaften (35), Amtsgerichte (28) und Landgerichte (27). Allerdings befinden sie sich unter ihren Kollegen in der Minderheit.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Dresden. Robe aus und Trikot an: 174 Richter und Staatsanwälte in Sachsen gehen derzeit einem Nebenjob nach. Nach Angaben des sächsischen Justizministeriums vom Freitag sind die meisten davon am Oberlandesgericht Dresden tätig (36). Danach folgen die Staatsanwaltschaften (35), Amtsgerichte (28) und Landgerichte (27). Allerdings befinden sie sich unter ihren Kollegen in der Minderheit. Denn lediglich gut 12 Prozent der insgesamt rund 1400 Richter und Staatsanwälte gehen einer Nebentätigkeit nach.

Dabei bleiben die Juristen in der Regel bei ihrem Fach. „Einen Schwerpunkt bilden beispielsweise Tätigkeiten in der Ausbildung und Prüfung des juristischen Nachwuchses sowie wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge“, sagte Ministeriumssprecher Sebastian Hecht. Ansonsten sind die Nebenjobs vielfältig. Manche malen Bilder und verkaufen sie dann. Ein Richter leitet eine Arbeitsgemeinschaft für Flugmodellbau, ein anderer verdingte sich früher bei einem Oberligisten als Fußballer.

Bei den Nebenjobs müssen sich die Betroffenen aber auch anderweitig an Regeln halten. Grundsätzlich ist die Tätigkeit rechtzeitig vor Aufnahme dem jeweiligen Dienstvorgesetzten schriftlich anzuzeigen. Eine extra Genehmigung ist nicht vorgesehen. Der Dienstvorgesetzte kann unter bestimmten Voraussetzungen Nebentätigkeiten auch vollständig oder teilweise untersagen. „Dies ist beispielsweise möglich, wenn eine Nebentätigkeit die Unparteilichkeit und Unbefangenheit eines Richters beeinflussen kann“, teilte das Ministerium mit.

dpa

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